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Freiwillig in die Fluten gestiegen
DLRG-Retter Matthias Schopf hat sich zu Übungszwecken ins Hochwasser begeben.

Übung  Einsatzkräfte der DLRG aus Gaustadt, Küps und Burgkunstadt haben sich unter realen Bedingungen auf mögliche Einsätze im Hochwasser vorbereitet.


Bamberg - Die DLRG Bamberg-Gaustadt hat die günstige Gelegenheit genutzt: Beim aktuellen Hochwasser haben sich die Lebensretter auf und in die Fluten begeben, um unter realen Bedingungen zu üben. So haben die insgesamt 42 Einsatzkräfte aus Gaustadt und den Verbänden Küps (Landkreis Kronach) und Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) beispielsweise trainiert, wie man Menschen, die ins Hochwasser geraten sind und sich an Bäumen oder Brückenpfeilern festklammern, am besten zu retten sind. „Ganz wichtig ist es, die Boote zu beherrschen“, sagt Sven Slovacek, der als Technischer Leiter der DLRG Bamberg-Gaustadt die fünfstündige Rettungsübung führte. Verschiedene Kameraden hätten sich dazu in die Fluten begeben und seien zu den Bäumen oder Brückenpfeilern geschwommen. Dort versuchten sie sich hochzuhangeln und warteten dann auf die Retter in den insgesamt vier Rettungsbooten und dem einem Schlauchboot. „Die Kunst ist es, in der Strömung, die viel stärker ist als normal, die Boote auf dem richtigen Kurs zu halten und die Leute sicher aufzunehmen“, beschreibt Slovacek die besondere Herausforderung dieser Übung. Er selbst hat vergleichbare Situationen bereits vor einem Jahr in den Niederlanden geübt, für die anderen war es die erste Übung unter solchen Bedingungen.

Für anstehende Einsätze gerüstet

Unfreiwillig baden gegangen sei keiner, bilanziert Slovacek die erfolgreiche Übung, in der es darum ging, „das Fahrverhalten der Boote kennenzulernen, da bei solchen Strömungsgeschwindigkeiten ganz andere Fahrverhältnisse herrschen als bei normalem Wachbetrieb“. Wenn es zum Einsatz komme, sei schließlich keine Zeit mehr da zum Üben. Daher müsse jede Möglichkeit genutzt werden, das Material zu beherrschen. „Und so eine Gelegenheit wie das jetzige Hochwasser haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen“, sagt Slovacek. Es sei nicht immer einfach, Ehrenamtliche dazu zu bewegen, sich für solche Einsätze freizustellen und für die Aus- und Fortbildung auch noch Geld mit zu bringen, um die Betriebskosten zu decken. Aber diesmal habe alles geklappt. Nach der Übung wurde das Gerät wieder einsatzklar im Wasserrettungszentrum am Margaretendamm für mögliche Einsatze aufgerüstet, berichtet der Technische Leiter. Die Teilnehmer hätten alle eine positive Bilanz aus den Übungsszenarien gezogen und fühlten sich nun gerüstet für anstehende Einsätze. Hak

Datum: 18.01.2011
Fränkischer Tag 11.01.2011