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Rosenheim weckt die Vorfreude
Erste Eindrücke aus Rosenheim: Diese Frau und ihr Enkel betrachteten am Freitag die Skulptur einer alten Frau.

Landesgartenschau  Eine Delegation um OB Andreas Starke erlebte gestern den Auftakt in der oberbayerischen Stadt. In zwei Jahren fällt der Startschuss in Bamberg.

 

 

Von den FT-Redaktionsmitgliedern Adrian Grodel und Gertrud Glössner-Möschk


Rosenheim - Rosenheim blüht auf – und Bamberg holt sich Anregungen: Genau zwei Jahre bevor Bayern nach Oberfranken blickt, ist am Freitag die Landesgartenschau 2010 in Rosenheim eröffnet worden. Nach einem ersten Rundgang auf dem Gelände zeigte sich der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) beeindruckt. „Bei diesem schönen Wetter wirkt das hier alles besonders gut“, sagte Starke auf Anfrage. Konzeptionell hat die Landesgartenschau in Rosenheim seinen Angaben zufolge denselben Ansatz wie die Veranstaltung in Bamberg: nachhaltige Stadtentwicklung, verknüpft mit der Gestaltung von Naturräumen.

„Hier herrscht große Begeisterung in der Bevölkerung, man hat den Eindruck, dass die ganze Stadt auf den Beinen ist“, schilderte Starke seine Eindrücke. Die Schau in Rosenheim hat mit der Bamberger 2012 noch eine weitere Gemeinsamkeit: Das Gelände in Oberbayern erstreckt sich ebenfalls auf einer Halbinsel entlang der Flussauen von Mangfall und Inn. „Das schaut in etwa so aus wie bei uns die Erba-Insel“, stellte Starke fest. Und weiter: „Die Schau in Rosenheim hat die Stadt unglaublich positiv beeinflusst. Ich spüre schon die große Vorfreude auf Bamberg 2012 in mir.“ Zu der Bamberger Delegation, die zum Auftakt in Rosenheim mit dabei war, gehörten neben dem OB Mitglieder der Landesgartenschau Bamberg GmbH. Aus dem Bamberger Stadtrat waren die CSU-Stadträte Daniela Reinfelder und Pankraz Deuber nach Rosenheim gereist – und waren ebenfalls begeistert. „Grandios“, „ganz toll“, und „beeindruckend“ lautete ihr spontanes Urteil. Das Ereignis erfüllte auch sie mit großer Vorfreude auf die Landesgartenschau in Bamberg 2012. Rund 1600 geladene Gäste hatten sich nach Schilderung von Daniela Reinfelder um 9 Uhr eingefunden, um den Eröffnungsfeierlichkeiten beizuwohnen. Als sich um 10 Uhr die Pforten für die Besucher öffneten, seien schätzungsweise 5000 Menschen auf das Gelände geströmt. Insider, die langjährige Erfahrungen mit Landesgartenschauen haben, hätten ihr gesagt: „So eine große Resonanz gab es bei einer Eröffnung noch nie.“

Das Ereignis stimmte die beiden zuversichtlich, dass auch die Landesgartenschau in Bamberg ein grandioser Erfolg werden wird. In Rosenheim wurde den Bamberger CSU-Stadträten von einer Künstlerin sinngemäß gesagt, dass Bamberg doch nicht einmal werben müsste: „Von Ihrer Stadt sind alle begeistert. Die Leute kommen doch von alleine.“

Trotz der aktuellen Verzögerungen beim Freiräumen des Bamberger Gartenschaugeländes auf der Erba-Insel sind Reinfelder und Deuber zuversichtlich nach Bamberg zurückgereist. In Rosenheim haben sie in Gesprächen erfahren, dass auch dort im Vorfeld nicht alles glatt gelaufen war und viele Dinge kontrovers diskutiert worden sind.

Der Landschaftsplaner Hans Brugger, der auch die Bamberger Landesgartenschau gestaltet, hatte einen weiteren Trost für sie parat: In Rosenheim soll es noch vor zwei Jahren nicht viel anders ausgesehen haben als heute auf dem Erba-Gelände. Mögliche Bedenken, das Pensum könnte vielleicht nicht zu schaffen sein, räumte Brugger aus: „Es ist zu schaffen.“

Trotzdem äußerten Deuber und Reinfelder den Vorwurf, Stadtspitze und Verwaltung hätten sich im Hinblick auf die verzögerte Räumung des Erba-Geländes eines schweren Versäumnisses schuldig gemacht. „Wir haben das Gelände bis Ende Mai der Landesgartenschau GmbH versprochen. Die Stadt ist im Zugzwang.“ Moralische Unterstützung bekamen sie gestern vom Umweltminister. Markus Söder forderte sie auf, „Druck“ zu machen.

Datum: 28.04.2010
Fränkischer Tag 28.04.2010
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http://www.infranken.de