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Schüler entwerfen Wunschstifte
Die Stifte, die die Neuntklässler der Mittelschule Gaustadt entworfen haben, können aber noch viel mehr
Atike Sölymez, Rosalina Loran, Alina Borcea, Büsra Dag und Danny Castillo Villar präsentieren ihre Entwürfe (von rechts).

Design-Preis

Gaustadter Neuntklässler haben sich umgehört, welche Stifte sich Kinder und Erwachsene wünschen. Diese Wunschstifte haben sie dann selbst hergestellt und damit beim Wettbewerb „Lust auf Design“ den ersten Platz geholt.

Bamberg - Ein Stift muss gut schreiben. Klar, das ist sein Sinn und Zweck. Die Stifte, die die Neuntklässler der Mittelschule Gaustadt entworfen haben, können aber noch viel mehr: Rechnen beispielsweise, Nervennahrung liefern oder als Armband getragen werden. Der Einfallsreichtum der Jugendlichen ist jetzt vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, der bayerndesign GmbH, der Firma Faber-Castell und der Akademie der Bildenden Künste in München belohnt worden: Die Gaustadter haben beim Schüler-Wettbewerb „Lust auf Design – ein Stift zum Zeichnen, ein Stift zum Schreiben…“ den ersten Preis in der Kategorie „Recherche“ gewonnen.

Und recherchiert haben die Neuntklässler viel: Sie fragten Kinder, Architekten und Künstler, wie der ideale Stift aussehen und was er können muss, erforschten die Geschichte des Schreibens und machten sich schlau über Stifte und namhafte Stiftehersteller. Dann zerlegten sie unterschiedliche Schreibgeräte, untersuchten sie und dokumentierten ihre Ergebnisse.

Im nächsten Schritt entwickelten sie auf der Grundlage ihrer Recherche Prototypen der Wunschstifte ihrer Interviewpartner: Die Kindergartenkinder wünschten sich von den jungen Designern einen Buntstift mit einem Lutscher hintendran (siehe kleines Foto). Einen der interessantesten Vorschläge bekamen sie von einem Mitschüler aus der 8. Klasse: ein Stift mit auswechselbaren Motiven – je nach Stimmung.

Schreiben in luftiger Höhe

Für Raucher entwarfen sie einen Stift mit einem integrierten Feuerzeug. Für die Architekten befestigten sie einen besonderen Stift mit Notizzettelblock an einem Magnetarmband, damit der Architekt, wenn er auf einem Baugerüst steht, seine Hände frei, aber dennoch Schreibmaterial bei sich hat. Ihre Ergebnisse dokumentierten die Schüler in einem Portfolio.

Für ihre umfassende Recherchearbeit und ihre gelungenen Prototypen wurde die Klasse jetzt mit dem ersten Preis in der Kategorie Recherche ausgezeichnet. Der Wettbewerb war an allen weiterführenden Schulen in Bayern ausgeschrieben. Teilgenommen haben 70 Schulen. Bei der Preisverleihung im Neuen Ägyptischen Museum in München erhielten die jungen Gaustadter mit ihrer Kunstlehrerin Angelika Flamm, im Beisein ihres Rektors Manfred Paczulla und ihrer Klassenlehrerin Andrea Seuberth, Malkästen, Bunt-, Blei- und Filzstifte, Wasserbecher, Folienstifte, Radiergummis und viele weitere Schreibgeräte und dazu noch einen Gutschein für einen Workshop mit einem bekannten Designer.

Die glücklichen Sieger haben einen Teil ihrer Sachpreise übrigens ihren Mitschülern der Mittelschule Gaustadt gestiftet.

Datum: 23.04.2012
Autor: klasse 9 der Mittelschule Gaustadt