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RKB Solidarität Bamberg-Gaustadt e.V.

Kontaktadresse:

Herr Reiner Fuchs
Gaustadter Hauptstraße 138
96049 Bamberg

Tel.:    0951-61549

Mobil: 0160-97481115

 

 

 

 

 

Vereinsgeschichte RKB Solidarität Bamberg-Gaustadt

 

 

Als man um das Jahr 1910 die ersten Radfahrvereine gründete, entschlossen sich auch damals in Gaustadt 6 Männer, einen Radfahrverein ins Leben zu rufen.

 

Man hielt die Gründungsversammlung im Gasthaus Loch und wählte als Mann der ersten Stunde, Martin Söllner zum ersten Vorsitzenden.

 

Damals ahnte wohl noch niemand, dass sich unser Verein als einer der stärksten im Bezirk Oberfranken entwickeln würde. Im Jahre 1913 entschloß man sich, eine Vereinsstandarte anzuschaffen. Am 27. Juli 1913 wurde diese im Gasthaus "Fischerhof" enthüllt.

 

Jedoch schon beim Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914, wurde der noch junge Verein bis in seine Grundfesten erschüttert. Die Männer der Vorstandschaft wurden zum Militärdienst einberufen, man glaubte, daß der Verein die Kriegszeit nicht überstehen würde. Aber Dank einiger, mit großem Idealismus ausgestatteten Mitgliedern, konnte diese schwere Zeit verhältnismäßig gut überstanden werden.

 

Da die Mitglieder des Vereins den Saalsport auch außerhalb der Grenzen Gaustadts bekannt machen wollten, entschloß man sich im Jahre 1924, 4 Saalmaschinen von der Ortsgruppe Bamberg zum Preis von 300,- DM zu kaufen. Dadurch wurde der Verein endlich das, was er immer sein wollte, "der Sportverein Solidarität".

 

Die jungen Sportler des Vereins dankten es den Mitgliedern durch gute Erfolge, die sie innerhalb des Bezirkes erringen konnten.

 

Im Jahre 1933, als das Hitlerregime an die Macht kam, brach für unseren Verein die schlechteste Zeit seiner Vereinsgeschichte an.

 

Das mühsam angeschaffte Material, die Saalmaschinen, ja sogar die Vereinskasse wurde beschlagnahmt und anderen Radsport treibenden Organisationen zur Verfügung gestellt.

 

In buchstäblich letzter Minute konnte die Vereinsstandarte unter einem Kohlehaufen verstecht, und so über 12 Jahre hinweg gerettet werden. Denn selbst die gesamte Solidaritätsorganisation Deutschland wurde von den damaligen Machthabern verboten.

 

Man konnte den Mitgliedern alles nehmen, doch ihr Geist zur Solidarität erlosch trotz all der schrecklichen Jahre nicht.

 

So fanden sich am 24. Mai 1947, 15 frühere Mitglieder im Gasthaus "Fischerhof" zur Wiedergründung des Kraftfahrervereins Solidarität zusammen. Man holt die 1933 beschlagnahmten Räder zurück, die Vereinsfahne wurde aus ihrem Versteck geholt und man nahm den Sportbetrieb wieder auf.

 

In den darauf folgenden Versammlungen beschloß man, eine Kunstfahr- und Radballabteilung zu eröffnen, um der Jugend aus Gaustadt die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen.

 

Man beschloß im Jahre 1955 auf dem Gelände der Gaststätte "Linde", welche im Eigentum der Brauerei Maisel war, eine vereinseigene Radball- und Rollschuhbahn zu bauen, um das sportlich Angebot in Gaustadt zu erhöhen, denn durch die Gründung einer Rollschuhabteilung, wurde diese auch schnell zur Attraktivität im Gaustadter Sportleben.

 

Als im Jahre 1972 die Eingemeindung nach Bamberg zur Debatte stand, kam auch der Zusammenschluß der beiden Ortsgruppen Solidarität Bamberg und Gaustadt zur Sprache. Nach langen Gesprächen zwischen den beiden Ortsgruppen, beschloß man am 24. März 1973 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Zusammenlegung beider Vereine, dies schlug sich auch auf die sportlichen Erfolge der "Solidarität Bamberg-Gaustadt" nieder.

 

Man konnte im Radball, wie im Rollkunstlauf auf Bezirks- und Landesebene Meisterschaften erringen, die bis zur Teilnahme an Deutschen Meisterschaften reichte.

 

 

Peter Müller ehem. 1. Vorsitzender

 

Gaustadter Quintett holt sich Bayerntitel

 

Radball: Favoriten Burgkunstadt im Finale klar bezwungen – A-Schüler bei der „Deutschen

 

In der Obermainhalle zu Burgkunstadt fand die bayerische Meisterschaft im Fünfer-Hallenradball statt. Die Mannschaft der Solidarität Bamberg-Gaustadt überzeugte durch Spielwitz und sicherte sich so den Titel.

In der Vorrunde (es wurde in zwei Gruppen gespielt) besiegten die Gaustadter die Gastgeber des RVC Burgkunstadt II (3:0) sowie den ATS Kulmbach (6:0) klar. Im dritten Gruppenspiel gegen den RVC Steinwiesen verlor Gaustadt knapp und unglücklich mit 1:2, was den zweiten Tabellenplatz bedeutete. Im Halbfinale kam es zum Nachbarduell mit der Solidarität Bischberg, die sich mit einem 9:0 über Schwarzenbach, einer 3: 5 -Niederlage gegen Niedernberg und einem 4:1 über Burgkunstadt 1 den Sieg in der anderen Gruppe gesichert hatte. Trotz eines 0: 1 -Rückstandes zur Halbzeit gewannen die Gaustadter das Spiel am Ende auf Grund der tollen Moral und des Kampfgeistes des noch jungen Teams mit 2: 1. Im Finale traf man dann auf den amtierenden bayerischen Meister und haushohen Favoriten, Burgkunstadt 1. Doch das Team um Kapitän Reiner Fuchs nahm von Anfang an das Zepter in die Hand und erspielte sich Chance um Chance und kam so verdient zu einen ungefährdeten 5:2-Sieg. Hervorzuheben sind noch die beiden Juniorenspieler Steffen Alt und Marco Fichna sowie Ersatzspieler Daniel Müller, die mit einer großartigen Leistung zum Sieg der Mannschaft beitrugen.

In der Schulturnhalle Gaustadt spielten die Gaustadter A-Schüler Lukas Alt und Alexander Vnukov im Halbfinale zur deutschen Meisterschaft. In ihren Spielen gegen den RC Ludwigsfelde 1 (4:2), GSV Baunatal (5:0) sowie RSV Wehr (5:3) erzielte das Gaustadter Duo drei klare Siege erzielen. In der Partie gegen den späteren Turniersieger, den RV-Niederstotzingen, kassierten Alt/Vnukov nach einem 0:0 zu Pause noch einen 1:4-Niederlage. Im entscheidenden Spiel um den begehrten zweiten Tabellenplatz, der für den Start bei den deutschen Meisterschaften berechtigt, trafen die Gaustadter auf die Mannschaft der SG Chemie Zeitz II. Nach einem 1:2-Rückstand zur Pause, drehten die Gaustadter den Spieß noch um und gewannen mit 4:2. Somit starten Alt/Vnukov bei der Endrunde der deutschen Meisterschaften am 5./6. Juni in Moers.

 

1. RV Niederstotzingen              5      19:6        15
2. Soli Bamberg-Gaustadt        5      19:11      12
3. SG Chemie Zeitz II                  5     18:11         9
4. RC Ludwigsfelde                    5     16:14         6
5. RSV Wehr                                 5     16:21         3
6. GSV Baunatal                          5      0:25           0

 

 

Fränkischer Tag vom 13. Mai 2004