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Obst- und Gartenbauverein Gaustadt

Mitglieder der Vereinsleitung des Obst- und Gartenbauvereins Gaustadt

1. Vorsitzende Maria Thun, Am Weidenbrunnen 5, 96049 Bamberg
2. Vorsitzender Edeltraud Behr, Heringsgraben 4, 96049 Bamberg
Hauptkassier Bärbel Reinfelder, Schorkstr. 4, 96049 Bamberg
Schriftführer Ute Stieglitz, Heßlergasse 13, 96049 Bamberg

Gründung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Gaustadt

 Die Jahre 1928 und 1929 waren harte Jahre für den Bamberger Gartenbau. Schwere Unwetter vernichteten 1928 einen Großteil der Ernte im Raum Bamberg. Im darauffolgenden strengen Winter erfroren 165.000 Obstbäume im Wert von ca. 1 Million Reichsmark. Zum damaligen Zeitpunkt bestand das „Untere Dorf“ der Gemeinde Gaustadt größtenteils aus bäuerlichen Anwesen, die überwiegend Streuobst- und Gemüseanbau betrieben. Man kann sich vorstellen, wie katastrophal sich diese Wetterbedingungen auf die Situation und das Auskommen der Bauern auswirkten. Und wie immer in der Menschheitsgeschichte, wenn Not herrschte, schlossen sich die Menschen enger zusammen und halfen sich gegenseitig.

Um den Wiederaufbau des Gartenbaus schneller einleiten und durchführen zu können, regte der damalige Oberregierungsrat Köttnitz vom Bamberger Bezirksamt, der sich sehr für die Förderung des Gartenbaus im Raum Bamberg einsetzte, einen Zusammenschluss der Bauern und Gärtner an. Dies war die Geburtsstunde des Gaustadter Obst- und Gartenbauvereins. Am 11. November 1929 kam es im Bürgerbräusaal zur Vereinsgründung. Ca. 30 Landwirte und Gärtner gaben der Versammlung den notwendigen Rückhalt und wählten Herrn Andreas Stollberger, Flößergasse, zum 1. Vorstand und Herrn Johann Kröner, Bergstraße, zum 2. Vorstand. Als Schriftführerin und Kassiererin wurde Frl. Hedwig Wörner gewählt.

 

Entwicklung des Vereins in den ersten 20 Jahren

 Gleich nach der Gründung entwickelte sich eine reges Vereinsleben. Mit Versammlungen, Fachvorträgen, Schulungen mit Ausstellungen und Gartenbegehungen fing es an. Es folgten Neuanlagen von Gärten in den damals entstehenden Siedlungen am Leinritt und in der Michael Rümmerstraße. Für Saatkartoffel, Pflanzen, Sträucher und Bäume wurden Sammelbestellungen organisiert. Ältere Obstbäume wurden umveredelt um die gegenseitige Befruchtung zu gewährleisten. Der Beerenanbau für Marmeladen aus dem eigenen Garten wurde gefördert.

Geräte für die Obstbaumspritzungen, Obstpressen und Dosenverschlussmaschinen wurden angeschafft und an die Mitglieder verliehen.

Bis 1938 ist die Anzahl der Mitglieder kontinuierlich auf 82 gewachsen. Doch dann brach über Deutschland der 2. Weltkrieg herein, der natürlich auch im Vereinsleben des OGV`s Gaustadt seinen Niederschlag fand. Für die Zeit von 1939 bis 1946 sind im Archiv des OGV`s Gaustadt nur wenige Aufzeichnungen zu finden. Auch für die Nachkriegszeit bis 1949 sind kaum Aktivitäten überliefert worden.

 Die Ära Andreas Haßfurther 

Bei der Mitgliederversammlung am 18. März 1950 wurde Andreas Haßfurther zum 1. und Hans Stollberger zum 2. Vorsitzenden gewählt. Zusammen mit den ebenfalls neu gewählten Ausschussmitgliedern entschloss man sich zu einer grundlegenden Neuorientierung des Vereins. Der Obstanbau wurde forciert und einige Mitglieder befassten sich sogar mit dem erwerbsmäßigen Anbau.

In den 60-ziger Jahren gab es in Gaustadt ca. 30 bis 35 „Kleinbrenner“, die vor allem die fränkische Hauszwetschge in „Hochprozentiges“ verwandelten. Ebenso wichtig war aber auch die Obst- und Beerensaftgewinnung aus den Hausgärten der Mitglieder. 

Als die Not in den Nachkriegsjahren mehr und mehr wich, hatte das Interesse am Garten keineswegs nachgelassen. Der Anbau von Grobgemüse und Kartoffeln ging wohl zurück, dafür führten sich Rosen, Blütensträucher, Blumenstauden, Knollen- und Zwiebelgewächse mehr und mehr ein. Damit kam auch die Zeit „Unser Dorf soll schöner werden“. In Zusammenarbeit mit dem damaligen Bürgermeister Andreas Stenglein wurde vieles für die Ortsverschönerung getan. So wurde auch 1967 die Neuanlage des Kirchplatzes vor der katholischen Kirche durchgeführt. Auch bedrohte Feldsteine und Martern wurden erneuert und eingegrünt.

Fast ein halbes Jahrhundert hat Andreas Haßfurther den Verein mit sehr viel Idealismus, enormer Tatkraft und geschärften Weitblick geleitet, bis er im November 1996 sein Amt als 1. Vorsitzender, aus Altersgründen, niederlegte.  

Und so ging`s weiter …… 

oder genauer gesagt, beinahe wäre es nicht weiter gegangen. Erst als die Auflösung des Vereins drohte, konnte im 2.ten Anlauf am 4. Mai 1997 wieder eine schlagkräftige Vorstandschaft gewählt werden. Albert Geus wurde zum 1. und Roman Trunk zum 2. Vorsitzenden gewählt. Als Kassier wurde Horst Hofmann und als Schriftführerin Margit Hofmann gewählt. Spontan schlug der neue 1. Vorsitzende seinen Vorgänger Andreas Haßfurther zum Ehrenvorsitzenden vor, was die Versammlung einstimmig bestätigte. Schon nach sehr kurzer Zeit lief der Vereinsmotor wieder auf vollen Touren. 

Die Mitgliederverwaltung wurde auf EDV umgestellt und ein neues Vereinslogo kreiert.

Fachvorträge und Baumschnittkurse wurden organisiert und noch im gleichen Jahr präsentierte sich der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Gaustadt erstmals mit einem Verkaufsstand beim Bürgerfest in der Martin-Ott-Str. 1998 nahm der OGV Gaustadt nach langjähriger Pause wieder mit einem Festwagen am Kirchweihfestzug teil.

1999 feierte der OGV sein 70-jähriges Gründungsjubiläum im Saal des Liederhortes Gaustadt. Im Jahr 2000 wurde im Kindergarten St. Josef ein Hochbeet angelegt. Bei den Neuwahlen am 20. Mai 2001 blieb Alles wie bisher, lediglich das Amt des 2. Vorsitzenden wurde von Maria Thun übernommen.

Was der Vereinsleitung immer mehr Sorgen macht, ist die Überalterung der Vereinsmitglieder, oder genauer gesagt, es fehlt der Nachwuchs. Schon seit 3 Jahren wird deshalb versucht, insbesondere die Kinder anzusprechen um vielleicht über den Kontakt mit deren Eltern, jüngere Mitglieder zu werben. Neben den vielseitigen, fachbezogenen und kulturellen Veranstaltungen des OGV`s Gaustadt hat man spezielle Veranstaltungen für Kinder, wie das Palmbuschen binden und das Kürbis schnitzen, ins Programm aufgenommen. Auf dem Freigelände des Kindergartens St. Sebastian hat der OGV Gaustadt im Jahre 2002 eine Kräuterspirale gebaut und 2003 am Bau des Spielplatzes Unterer Leinritt mitgewirkt.  

Wenn Sie mehr über den Obst- und Gartenbauverein Gaustadt erfahren wollen, besuchen Sie doch unsere Homepage im Internet:  

Link zu eigenen Homepage:

http://freenet-homepage.de/OGV/index.htm