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Sportzentrum Gaustadt

Pressebericht aus dem "Fränkischen Tag" Bamberg, Exemplar200, Seite 14

Endspurt auf dem Gelände des Gaustadter Sportplatzes

Übergabe wird voraussichtlich am 28. September erfolgen - Es bleibt noch viel zu tun

Der Rasen des Hauptplatzes präsentiert sich in tadellosem Zustand - die Tribünen sind fertig, im Umkleideraum müssen noch die Ietzten Installationsarbeiten in Angriff genommen werden. Der erste Bauabschnitt des herrlich gelegenen Terrassen-Sportzentrums Gaustadt geht zügig seiner Vollendung entgegen. Davon konnte sich Bgm. Dr. Schleyer überzeugen, der in seiner Eigenschaft als Kultur-, Schul- und,Sportreferent das Sportzeerum im Rahmen einer  Informationsfahrt zu Projekten, die in sein Resort fallen, besuchen. Wenn es planmäßig  verläuft - und es besteht kein Grund, warum dies nicht der Fall sein sollte - wird die Anlage am 28. September übergeben und die beiden Gaustadter Sportvereine ASV und Teutonia können dort den Spielbetrieb aufnehmen.

Bgm. Dr. Schleyer und seinen Beratern - Baudirektor Rothenburder, dem Leiter des Bauunterhalts, Technischem Amtsrat Konrad Meyer und verschiedenen Angehörigen von Ämtern, die mit dem Sportzentrum in irgend einer Weise befaßt sind - war eine gewisse Erleichterung unverkennbar, daß die Anlage, die der Stadt Iange Zeit schwer im Magen lag, nun soweit gediehen ist. Zur Erinnerung:

Das Sportzentrum war noch von der damals selbständigen Gemeinde Gaustadt in Auftrag gegeben worden und zwar in Diinensionen, die weit über das hinausging, was nun tatsächlich realisiert. wird.

Es sollten Tennisplätze entstehen, die Schützen sollten einen Schießstand erhalten und auf einer Minigolfanlage sollten Freizeitsportler, und Wettkämpfer ihre Schläger schwingen können. Alle diese Vorhaben fielen nach der Eingemeindung dem Rotstift zum Opfer, waren doch die Kosten, die in den Berg hineingetriebenen Zentralanlagen - die beiden Sportplätze - verschlangen im Verhältnis zu normalen- d. h. auf ebenem Niveau gelegten Sportplätzen ganz enorm. Es mußten gewaltige Erdbewegungen durchgeführt und Betonstützmauern, die entlang des Hauptplatzes - mißt schätzungsweise fünf bis sechs Meter -hochgezogen werden. Soweit die Vorgeschichte.

Trotz der erwähnten Reduzierung der ursprunglichen projektierten Mammutanlage kann sich das Sportzentrum auch in seiner jetzigen Form (immerhin Fünf-Millionen-Projekt) durchaus sehen lassen.

Ein alle sportlichen Bedingungen erfüllender Rasenplatz in den Abmessungen 105 x 67 Meter- umgeben von einer vierbahnigen 400-Meter-Aschenbahn und mit einer sich an die große Stützmauer anlehnenden Tribüne mit Sitzplätzen für 3000 Zuschauer, bildet das weitgehend, fertig gestellte Kernstück der Anlage. Nur noch die Tore müssen in den Rasen getrieben und die Aschenbahn, die momentan nur mit einer Schlackeschicht versehen ist, mußnoch verdichtet werden. Übrigens war auch diese Aschenbahn ursprünglich auf sechs Bahnen projektiert und sollte einen Kunststoffbelag. erhalten. Da aber die beiden Gaustadter V ereine keine Leichtathletik-Abteilungen unterhalten, kam man von dieser Vorstellung ab. Der Stadtrat plädierte dafür, eine Kunststofflaufbahn zu einem noch nicht bestimmten  Zeitpunkt im Stadion anzulegen da ja dort die Heimat der LG Bamberg sei und überregionale Veranstaltungen für die Kunststofflaufbahn zwingend vorgeschrieben seien, sinnvollerweise nur dort stattfinden würden.

Die zweite Spielfläziie im Sportzentrum bildet ein Tennenplatz in den Maßen 60 x 90. Er ist hauptsächlich für den Trainingsbetrieb vorgesehen. Auch dieser Platz verfügt über eine Zuschauertribüne für 500 Besucher und ist darüber hlnaus auch mit einer Flutlichtanlage (Leistung 100 Lux) ausgestattet.

Großzügig bemessen sind die Anlagen des Umkleidetraktes oberhalb des Hauptplatzes. In dem Bau sind insgesamt. sechs Umkleideräume untergebracht. Jeder von ihnen verfügt über Duschen und Klosettanlagen. Dazu kommen noch zwei Vereinszimmer, ein Erste-Hilfe-Raum und last - not least, eine große Fitness- und Kondions-Folterkammer.

"Besonders die Ringer werden über diese Trainingsangelegenheit sehr erfreut sein, denn in den Schulen stieß das Handeltraining doch immer wieder auf auf Schwierigkeiten",

meinte Bgm Dr Schleyer. Wer sich in der Folterkammer in Form bringen will, kann sich an vielen Geräten betätigen. Insgesamt wird der Raum mit Trimmgeräten im Wert von etwa 141.000 Mark ausgestattet.

Bis zum Übergabeterinin Ende September ist auf dem Sportzentrurn freilich noch eine Menge Arbeit zu bewältigen. So bestehen die Wege um die Anlage vorläufig nur aus abgesteckten Trassen,  von der Umzäunung sind ledigich die Markierungen und Pfosten zu sehen und auch von einer Grüneinfassung der Anlagen ist noch nichts zu bemerken. Mit der Bepflanzung will das Gartenbauamt Ende Oktober beginnen.

Nicht mehr in diesem Jahr fertiggestellt wird der Parkplatz oberhalb der Badstraße. An diesem Parkplatz entlang wird auch, parallel zur Badstraße, der Hauptzugang zu den Kassenhäuschen angelegt. Vorläufig muß der Zugang über den Weg zu den Umkleidekabinen erfolgen. Kassiert wird provisorisch mittels Tisch und Zigarrenkiste.

Später einmal soll dem Sportzentrum (2. Ausbaustufe) talseitig noch ein dritter Platz  angegliedert werden. Von dort aus soll dann das Gelände, auch erschlossen, werden, in  Verbindung an das Neubaugebiet um den Cherbonhof und im Anschluss an die bis dahin hoffentlich vorhandene Bergverbindungsstraße.

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Pressebericht aus dem "Fränkischen Tag" Bamberg vom 12. Oktober 1974

Sportzentrum Gaustadt wurde eingeweiht

Mit der Blaskapelle Don Bosco, aber ohne Pauken und Trompeten, wurde in schlichter Form das Sportzentrum im Stadtteil Gaustadt durch Oberbürgermeister Dr. Mathieu seiner Bestimmung übergeben. Nicht geplant, aber passend läuteten von den benachbarten Hängen die Glocken der Michaeiskirche, des Domes und der St.Josefs-Pfarrkirche die kirchliche Weihehandlung ein.

In einer kurzen Ansprache meinte Dr. Mathieu, es sei für ihn und den Bamberger Stadtrat ein großartiger Tag, im neuen und schönen Stadtteil Gaustadt das Stadion einweihen zu können. Die beiden Gaustadter Vereine ASV und DJK Teutonia haben damit eine Sportstätte erhalten, die ihnen wesentlich günstigere Bedingungen zur Ausübung nicht nur des Fußballsports, sondern des gesamten Breitensports bietet." Dann beschrieb Dr. Mathieu vor den vielen Anwesenden die erstellten Anlagen und meinte, diese könnten selbstverständlich auch dem Schulsport dienen.

Das neue Stadion soll, führte der Oberbürgermeister weiter aus, besonders der Gesundheft und der Erholung der Bürger dienen. Insgesamt seien hierfür bis jetzt über fünf Millionen DM bereit gestellt, jedoch habe der Stadtrat bereits die Anlegung eines zweiten Rasenspielfeldes sowie den Bau entsprechender Parkplätze beschlossen. Dann dankte Dr. Mathieu all denen, die von der ersten bis zur letzten Stunde daran mitgewirkt hätten, eine solch schöne Sportanlage zu erstellen.

Pfarrer Leonhard Schorr von der evangelischen St -Mafthäus-Pfarrei Gaurtadt erinnerte an all diejenigen, die selbst wegen körperlicher Leiden niemals Sport treiben könnten. All die aber, die gesunde Glieder hätten, sollten Gott dafür danken und mithelfen, damit Sport nicht dem Gelderwerb diene, sondern beitrage, den Körper durch Spiel und Freude gesund zu erhalten.

Auch Pfarrer Rudolf Schnappauf von der katholischen St.-Joset-Pfarrei Gaustadt freute sich über die Vollendung dieses schönen Werkes, das der Körperlichen Ertüchtigung der Jugend dienen werde. "Jeder auf dieser Anlage ausgetragene sportliche Wettkampf soll, so meinte der Geistliche, dem Grunde nach ein Spiel bleiben und dazu beitragen, die Freundschaft und das Verständnis untereinander zu vertiefen." Dem gemeinsam gesprochenen "Vater unser" schloß sich eine Besichtigung der Sportanlagen durch die vielen Ehrengäste und Zuschauer an.