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Aus dem Müllberg von einst wurde ein "Grüner Hügel"

Die aufwändige Sanierung der früheren Hausdeponie Gaustadt ist erfolgreich abgeschlossen.

VON GOTTFRIED PELNASCH, FT

Bamberg - Jetzt hat auch Bamberg seinen "Grünen Hügel": Dank einer von der Stadt vorangetriebenen aufwändigen Sanierung ist die am Rothofer Weg zwischen Tierklinik und Tierheim gelegene ehemalige Hausmülldeponie in Gaustadt zu einem parkähnlichen Vorzeigeobjekt mutiert. Wo seit 1966 Müll gelagert und nach der Inbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage am Hafen später noch Bauschutt entsorgt wurde, steht nun eine reizvolle und dank eines zusätzlichen Lehrpfades auch wissenschaftlich aufschlussreiche Hügellandschaft, die zum Entdecken und Spazierengehen einlädt und obendrein ganz neue Weitblicke gewährt. Entsprechend sagte gestern Oberbürgermeister Andreas Starke bei der Einweihung des sanierten Areals: "Ich fühle mich wie ein Bamberger, der auf einen Müllberg ging und von einem begrünten Hügel herabstieg. "

Früher eine "Kraterlandschaft"

Der OB erinnerte an die Jahre vor Beginn der Sanierung, als die Oberfläche der Deponie eine unregelmäßige, wild bewachsene "Kraterlandschaft" war, aus der Schadstoffe ausgewaschen wurden. Im Zuge der 2004 angelaufenen Sanierungsarbeiten wurde der Müllberg komplett mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedeckt, darauf wurde eine Erdschicht zur Rekultivierung aufgebracht. Der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt sorgt für eine regelmäßige Überprüfung der Schadstoffbelastung, wozu auch eine ständige Untersuchung des Grundwassers zählt. Das Sickerwasser wird direkt in eine angeschlossene Kläranlage weiter geleitet.

Glücklicherweise wurde bei der Sanierung auch auf eine angemessene Flächengestaltung geachtet. Die künstliche Geländeerhebung passt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Im Einklang mit Feldern, Flur und nahem Wald lockt hier ein lukratives Naherholungsgebiet, über das sich nicht nur die Gaustadter freuen dürfen. Ein Lehrpfad führt ringsum und über die ehemalige Deponie, Infotafeln vermitteln spannende Einblicke unter anderem in die Deponiegeschichte und die Tierund Pflanzenwelt im Landschaftsschutzgebiet Röthelbachtal.

Sehr angetan von dem Ergebnis zeigte sich bei der gestrigen Begehung auch der Ehrenvorsitzende des Bürgervereins Gaustadt, Horst Besler. Freilich sieht er die sanierte Deponie lediglich als Teil eines vom Bürgerverein favorisierten Gesamtkonzeptes, das noch einen Obst- und einen Waldlehrpfad vorsieht. Mit Blick auf seine dringendste Bitte sagte er in Richtung Stadtrat: "Jetzt können Weichen gestellt werden, aber dazu braucht es endlich einen Gehweg entlang des Rothofer Weges! "

Fränkischer Tag, 07. Juli 2006

Sanierung der Mülldeponie Gaustadt abgeschlossen

Die aufwändige Sanierung der früheren Mülldeponie Gaustadt, in der zwischen 1966 und 1995 Müll und Bauschutt gelagert wurde, ist abgeschlossen.

Nachdem die Deponie nach der Stilllegung zunächst nur provisorisch mit Boden abgedeckt worden war, entwickelte der Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) der Stadt Barnberg ein Sanierungskonzept.

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m Zuge der Sanierung wurde der Müllberg zunächst komplett mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedeckt. Obenauf wurde Erde zur Rekultivierung aufgebracht. Der EBB überprüft regelmäßig die Schadstoffbelastung. Dazu gehört auch eine kontinuierliche Überprüfung des Grundwassers. Das Sickerwasser wird direkt in eine angeschlossene Kläranlage weitergeleitet.

Zusätzlich wurde bei der Sanierung auch auf eine angemessene Oberflächengestaltung geachtet: Ein abwechslungsreicher Fußweg führt jetzt ringsum und über die ehemalige Deponie. Der Weg führt auf der Anhöhe zu verschiedenen Aussichtspunkten, die jeweils mit Sandsteinblöcken markiert sind und zum Verweilen einladen. Die entstandene, hügelartige Geländeerhebung ermöglicht neue, reizvolle Ausblicke auf die Stadt und in die weitere Umgebung.

Bei den vielen gemeinsamen Ortsterminen mit den Fachbehörden entwickelte sich auch die Idee zu einem Deponielehrpfad. An vier Infotafeln erhalten nun die Besucher umfassende Informationen zur Deponiegeschichte, zur Technik und zur Oberflächengestaltung sowie zur Tier- und Pflanzenwelt im Landschaftsschutzgebiet Röthelbachtal.Bei einer kurzen Feierstunde vor Ort erinnerte Oberbürgermeister Andreas Starke an die hässliche Kraterlandschaft vor der Sanierung. Zudem wurde der Müll bei Regen durchfeuchtet, wodurch Schadstoffe ausgewaschen wurden. Dieser unhaltbaren Zustand sei nun beendet. Jetzt, so Starke, fühle er sich "wie ein Bamberger, der auf einen Müllberg ging und von einem begrünten Hügel herabstieg" .

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