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Unterhaltung und Vergnügen

Der Mensch bedarf nach der Arbeit einer Entspannung und Erholung. Der Bauersmann findet sie gewohnheitsmäßig im Gespräch über landwirtschaftliche Dinge, dörfliche Vorkommnisse oder politische Fragen im Wirtshaus bei einem Trunk. Josef Kerslein hat z. B. 1544 als ein Dorfmeister mitsamt den Nachtbauern (Nachbarn, wie die Dorfgenossen heißen) in der Gemein gearbeitet und wie dann der Brauch, einen Trunk in des jungen Eichelbergers Haus daselbst getan. Gelegenheit zur Einkehr gab es in Gaustadt zur Genüge.

Zwar finden sich dort nur drei Gaststätten, in denen man Bier ausschenkte, z. T. auch selbst braute; im 18. Jahrhundert verfügte jede Lehensherrschaft über eine Schenkstatt. Die des Klosters war, heute Brauerei Wörner. 1718 hatte der damalige Inhaber Georg Morg vom Kloster "als oberdorfsgemeindherrschaft samt der Vogteilichkeit" zu Gaustadt die Erlaubnis erwirkt, eine Brauerei einzurichten. Auf diese eben genannte Herrschaft berief sich das Kloster, als der domkapitel'sch, Wirt Heinrich Röckelein zu Gaustadt an die fürstliche Regierung zu Bamberg die Bitte richtete, gegen diese Neuerung "mit Einschlagung des Brauhauses zu verfahren". Wie in Gaustadt hatte das Kloster auch schon in Gremsdorf und Viereth Brauereien einzurichten begonnen. Die Regierung hatte dagegen bis zum Reichshofrat in Wien prozessiert, war allerdings unterlegen. Es ist die vielgerühmte Schönborn'sche Zeit, in der der absolutistische Fürst die Rechte der unbequemen Dorfherrn zu beschneiden oder gar aufzuheben versuchte. Die klösterliche Bierwirtschaft in Gaustadt besteht mindestens seit 1542, wo sie zum erstenmal erwähnt wird. Sie geht aber sicher auf viel ältere Zeit zurück. Nach Martinet war der eben genannte Görg Morg 1716 Wirt "zum goldenen Stern", nach C. Ph. Löven 1748 allerdings "zur Sonnen". Man findet es auch unter der Bezeichnung "das untere oder das alte Wirtshaus"; so wird im alten Wirtshaus 1686 der Dieb Martin Hoffmann eingebracht. Es bestand also schon ein anderes, das sog. obere Wirtshaus, auch auf dem Knöcklein genannt. Damals stieg ja die Straße vom Bach her steil an. Martinet erwähnt auch 1688 einen Wirt Gg. Brechtlein; dieser Brechtlein aber erwarb 1675 um 80 Gulden, auf der später das spitälische Wirtshaus erscheint. Es ist darum nicht ganz richtig, wie es geschehen ist, in der sog. Bayerlein' schen Wirtschaft das obere Wirtshaus zu sehen, nachdem die eigentliche obere Wirtschaft um 1745 eingegangen und die Erinnerung daran geschwunden ist.

Das spitälische Wirtshaus ist jedenfalls jünger als das michelsbergische und war dem Kloster immer ein Dorn im Auge. Es nimmt daher nicht wunder, dass noch 1716 auf einen Protest der Spitalpfleger wegen des Kirchweihschutzes die Klosterkanzlei überlegt, "weil diese Schenkstatt ohne Erlaubnis des Dorfs und Gemeindeherrn errichtet, ob nit der ausgehängte Schi1d zu kassieren sei", der Schild mit dem Namensbild. Wie hier so wird auch beim domkapitel' schen Besitz, Bayerlein' sche, heute die obere Wirtschaft genannt, nicht mehr festzustellen sein, seit wann hier ausgeschenkt wurde. Nach Löven hatte auch dieses Anwesen zum Hirschen die "Bräu und Wirtschaftsgerechtigkeit" und 1760 ist Hs. Gg. Mahr als Wirt darauf.

Es ziemt sich bei der Bedeutung der Gasthäuser in einem Dorfe audi die in Gaustadt näher zu betrachten. Am wenigsten finden wir in den Quellen die domkapitel' sche Wirtschaft.

Immerhin beschwert sich 1771 der Schultheiß Franz Weltz, dass manche Bamberger das sog. Schlereth' sche Wirtshaus zu Gaustadt das ist das domkapitel' sche täglich besuchen und "verschiedene Exzesse bis in die späte Nacht mit Schreien, Tumultuieren auszuüben pflegten". Unter anderem waren diese, nach Zeugenaussage die beiden Weykamp, der Weggeldeinnehmer Hubert auf dem Kaulberg, der Grenadier Dorsch, der Rezeptoratsbote Wandermann und der Bärenwirtssohn in der Langgasse, mit den Musikanten nach neun Uhr abends aus dem Wirtshaus herunter auf den Platz, wo sonst der Plan(tanz) aufgeführt wird, herumgezogen, auf solchem unter Schreien und ärgerlichem Singen herumgesprungen und endlich auf gegebene Losung (Zeichen) drei Schmuss aus dem Fenster herausgetan. Gaustadt gehörte wie auch das benachbarte Bischberg zu den beliebten Ausflugsorten der Bamberger. Die oben wegen ihrer sozialen "Schichtung" namentlich aufgeführten Zechbrüder, bei denen vermutlich der Bärenwirtssohn den Zahler machte, vergnügten sich in echt barocker Weise mit Musik, viel Lärm und Gewehrschüssen.

Das spätere spitälische Wirtshaus besitzen 1452 Hans und Mathes Stürmer; jeder zahlt 45 Pfennige Zins und eine Fastnachthenne, 1511 verkauft Hans Rigel zum Bären in Bamberg das Anwesen an Hans Stürmer. 1615 empfängt Lorenz Seidlein eine Behausung auf dem Knöcklein zur rechten Hand, als man von Bamberg nach Gaustadt geht. Sein Vater Pankraz hatte es 1606 um 90 Gulden gekauft. Seit 1639 wurde von diesem Haus kein Zins gezahlt, es lag wohl öd. Nadi 1686 besitzt es Georg Prechtlein, dessen Witwe Anna 1699 es in der Teilung übernimmt. Diese heiratet im gleichen Jahr den Martin Forster, Jakob Pfister und schließlich Andreas Hoffman. Am 18. Dezember 1719 verkaufte Maria Barbara Hoffmännin, Wirtin zu Gaustadt, das Wirtshaus samt dem dazu gehörigen Garten und der Stallung wie auch die Hofreit, soweit ihm die Wirtin hat angewiesen, "beinebens ein halb Dutzet Maß und Seidleinkrüg, auch ein Dutzet Stühl und eine Tafel (Tisch), wie auch etwas von Fäßlein, welche ihr sind, aber an Eimern nichts, wieviel auch was im Haus geniet und genagelt ist, auch ist benannt ein eiserner Ofenhafen für und um 450 Gulden fränkischer Währung, dann 6 Taler zum Leikauf". Davon sollten 250 Gulden an Ostern 1720, die anderen 200 Gulden die folgenden Ostern jedes Mal 50 Gulden erlegt werden. Der Käufer war der ehrbare Meister Valentin Rieß, bei Herrn von Kindsberg wohlverordneter Bierbräuer zu Wernstein. Die Verkäuferin sollte bis Jacobl 1720 frei im Haus verbleiben und ihr Gewerbe forttreiben. Obengenannte (Anna) Maria Barbara Hoffmann, Wirtin zu Gaustadt, sagte am 17. März 1718, "dass die 38 Reichstaler zu ihres Mannes (Pfister) Redemption (Auslösung) aus dem Kerker auf dem Mönchsberg wegen begangener Fischdiebereien von einem Bischberger Juden herrühren«.

Der Käufer Rieß war mit 450 Gulden gewaltig übers Ohr gehauen worden. Er gab anscheinend das Anwesen bald auf, denn im gleichen Jahr erscheint er als Wirt im spitälischen Wirtshaus zu Bischberg. Bemerkenswert ist auch das kümmerliche Inventar dieses Wirtshauses.

Obige Ausschreitungen im kapitelschen Wirtshaus scheinen übrigens nur ein Einzelfall gewesen zu sein. Schlimmer d. h. ganz schlimm allerdings auf anderem Gebiet ging's im spitälischen Wirtshaus her. Nachdem weder die alten Gebäude stehen noch die Wirtschaft darin betrieben wird, können einige Proben der damaligen Zustände gegeben werden. Martinet, der sonst von Gaustadt und seinen Bewohnern fast nur Rühmenswertes zu sagen weiß, bezeichnet dies Wirtshaus mit den aus den spitälischen Protokollen entnommenen Ausdrücken als Hurenhaus und Mördergrube. Das erstere kann nicht bestritten werden, das zweite ist entschieden übertrieben, da dort niemand ermordet wurde. Feine Sitten herrschten dort gerade nicht. Der Wirt Albert Brein gibt 1731 zu, dass er den betrunkenen Paul Waldhauser um neun Uhr abends Polizeistunde aufgeweckt, er solle sich auf die schon gemachte "Strey" (Streu) niederlegen und das Seidlein Bier nebst dem Schlafgeld (!) bezahlen. Da der Berauschte anfing, lästerlich zu "schenden" und zu schmähen, habe er ihn ins Gesicht geschlagen. "Weil es sich nicht geziemt, die Gäste zu schlagen, als soll Brem 15 Schillinger zur Straf, vier Batzen für des Klägers Gang und 7 Schillinger für die Klag zahlen".

Die andere Seite: Margarete Waltzin ging 1729 in das spitälische Wirtshaus, um wegen eines "verdächtigen Mensches ihren Mann zu suchen«, welchen sie zwar nicht gefunden, das Mensch hingegen hat sie dermalen in persona angetroffen, mit welcher sie sich mit Verballen (Worten) eingelassen. Der spitälische Schultheiß sagte aus, "er habe gehört, beim spitälischen Wirtshaus habe beständig ein Mensch in der oberen Stuben herausgeschaut, mit welcher der Weltzin Mann, der drei Tage nicht bei seinem Weib gewesen, vermutlich konversieret. In Ansehung, dass beklagter Wirt ein sehr armer Tropf, dahero mit keiner Geldstraf angesehen werden mag (kann), als muss er der Klägerin deprezieren" (Abbitte leisten).

Am 8. August 1735 geschah vom Vizedomamt durch den Zuchtmeister (Vorsteher der Besserungsanstalt) Wolfgang Göttling die Anzeige "sich die sog. und schon zweimal im Zuchthaus (Besserungsanstalt) gelegene Fräulein von Rosenaw aus Schlesien gebürtig hinwiederum in dem Knöckleinwirtshaus spitälischen Lebens zu Gaustadt aufhalte". Die Vernehmung des Wirts ergab: Am 7. August "sei die Nachricht einkommen, der junge Herr Zollner von Brand (Carl Maximilian) sei mit seinem Jäger und noch drei anderen nach Bischberg, worauf die Fräulein samt Musikanten dahin gefolgt. Die Fräulein sei des Nachts nicht zu ihm zurückgekehrt, wohl aber seien die Musikanten gegen neun Uhr abends ganz allein zu ihm gekommen und hätten da zu Nacht gespeist, darauf heimgangen, ihre Instrumente aber aufzuheben dagelassen". Der junge Herr Baron hatte offenbar das Fräulein mit Musik zu sich nach Bischberg auf sein Schlößchen spielen lassen!

Neben diesem spitälischen Wirtshaus wohnte um 1740 der Metzger Linhard Vogel. Bei diesem hielten die Runiorknechte (Polizei) Haussuchung und fanden eine ihnen "wohlbekannte Weibsperson«. Es seien drei Büttnersgesellen bei ihr gewesen, und "einer bei ihr übernachtete. "Weilen besagter Linhard Vogel fast nicht weiß, wo er und seine Kinder das höchst benötigte Brot zu ohnentbehrlicher Nahrung bekommen könnte, wird ihm eröffnet, dass er bei nächster vorfallender Klag über seine üble Haushaltung ohne weiteres Nachsehen fortgejagt werden solle". Das geschah bald, da er Kornähren abgeschnitten und Holz gestohlen hatte.

Übrigens hatte man 1740 auch über das mönchbergische Wirtshaus zu klagen. Obige Weibsperson hatte sich auch bei dem unteren Wirt aufgehalten, "welcher Wirt derselben sogar ein besonderes Bett eingeräumet und, da sie endlich alles (Geld) verzehret, ihre Kleider bis zur Abzahlung gemachter Schulden arrestierlich innenbehalten"

Zur Ehrenrettung Gaustadts sei ausdrücklich gesagt, dass die spitälische Verwaltung fast nur fremde Pächter auf ihr Wirtshaus bekam, kein Wunder bei dessen schlechtem Ruf. Im übrigen zeigt sich auch hier, dass oft genug bittere Not zur Unmoral führt.

Trotz dieser drei Bierwirtschaften liest man von deren Besuch verhältnismäßig wenig, viel lieber tranken anscheinend die Gaustadter Wein. Ja man gewinnt den Eindruck, dass dieser überhaupt das tägliche Getränk darstellte. Wenn man die Urbare und Lehenbücher kennt und weiß, wie es mit den genannten Schenkstätten stand, dann überrascht die Tatsache, dass die Gaustadter z. B. 1545 beim Hans Hincker oder 1623 beim Wirt Hans Kreutzer zum Wein gesessen waren, obwohl doch in den Zinsbüchern usw. nirgends der Weinschenken Erwähnung getan wird. Auch die Gerichtsbücher kennen keine Streitigkeiten wegen des Weinschenkens wie wegen des Biers, wohl aber viele in den Schenken. Das kann seine Erklärung nur darin finden, dass die Gaustadter Weinbergbesitzer, die Häcker, das Recht hatten, ihren selbst gekelterten Wein im eigenen Haus, in einer Heckenwirtschaft würden wir heute sagen, an ihre Gäste auszuschenken.

1522 wird Clas Hoffman, Hincker genannt, als ein Wirt erwähnt, der gleiche, der im nächsten Jahr als "peck zu Gaustadt« verstorben war. Damit findet sich in Gaustadt wie im alten Würzburg die Weinwirtschaft mit einer Bäckerei vereinigt, wo ja Beck soviel wie Weinwirt bedeutete. Von einem Gemeindebackofen erzählen die Quellen nichts, auch stellt der eben genannte Beck meinen einzigen Beleg in dieser Hinsicht dar.

Die Einwohner Gaustadts mussten mindestens in Geschäften, vor allem zum Kirchgang in die benachbarte Stadt. Man kehrte natürlich auch dort ein, mit Vorliebe im Sand z. B. im Mondschein, im weißen Rößlein oder beim Hans Stumpf zum Ringlein (1693). Dort blieben sie sitzen wie daheim, sie konnten auch etwas vertragen, aber leider tranken sie oft über ihren Durst und über ihr Können im Vertragen, auch im Bezahlen. Zechschulden beim Wirt oder bei den Dorfgenossen sind nichts Seltenes. So gibt Caspar Weigand 1728 zu, beim spitälischen Wirt Joh. Laux in Gaustadt gegen fünf Glas Wein getrunken zu haben. Als er mehr forderte, verweigerte es ihm mit gutem Grund der Wirt'. 1703 kam Jacob Schneider zu Bischberg auf drei ein halb Maß Wein, wobei zu beachten ist, dass die alte Bamberger Maß um etliches mehr hielt als unser jetziger Liter.

Aus dieser gelegentlichen Unmässgikeit erklären sich auch die Körperverletzungen, die durch Zeugen bewiesen werden, wie 1506, als "alle nit fast nüchtern gewest wären", wobei man wissen muss, dass damals noch fast eine Verstärkung bedeutete wie heute sehr, oder 1541, als "die anderen waren alle voll gewest", oder wenn 1765 von einer vollen Metten die Rede ist, so wird das das gleiche meinen wie heutzutage, wo man eine betrunkene Zechgesellschaft damit bezeichnet übrigens Zeche? Damit bezeichnen wir heute das für Speise und Trank im Gasthaus ausgegebene Geld. 1608 aber sitzt z. B. der Schultheiß "in seiner Zeche hinter dem Tisch" und ist "von seiner Zeche aufgestanden" '. Hier bedeutet das Wort die um einen Tisch versammelten Gäste, die Trinkgenossen. Wenn Hans Linsner der alte 1526 "etwan in Hansen Stretzen Haus an einer sondern Zeche gesessen war" und "ein Seidtlein Weins" trank, dann hielt er sich an einem andern Tisch gesondert von den übrigen auf ".

Wenn man sich den Wein in Halbliter Krügen, ja in Maßkandeln vorsetzen ließ, wie man unten sehen wird, dann wird oft genug die entsprechende alkoholisdie Wirkung eintreten, die Stimmen werden lauter, die Stimmung ungezwungener, rauher, roher. Es hatte 1544 der Dorfmeister Jos. Kerslein "mitsamt den Nachtbauern« in der Gemeinde gearbeitet und nach solcher Arbeit wie dann der Gebrauch einen Trunk in jung Eichelbergers Haus getan, d. h. nachdem man zum Nutzen der Gemeinde gearbeitet hatte. Ebenso gehört ein Trunk ans Ende eines Kaufs, aber auch einer amtlichen Handlung, Haben z, B. die Märker ihr Geschäft beendet, so werden "die Markstein vertrunken", d. h. man gibt den Männern eine Verehrung in Wein oder Bier (1495). Als es sich 1494 um eine Vereinbarung wegen solcher Marksteine handelte, heißt es, dass, wer solche Abmachung nicht halte, jedem Markmann ein Paar Hosen" d. h. das Juch zu einem Paar Hosen", wie es erklärend heißt, "dem Voyt (Klostervogt) ein halb Fuder Weins geben solle ".

Auch setzte sich die Dorfwache, wenn sie eine Runde hinter sich gebracht hatte, bis zur nächsten eben auch ins Wirtshaus. So hatten 1536 Wolf Amling, Hans Stürmer, Hans Eidielberger und Eberlin Knaus Wache und saßen zwischenzeitlich bei einem Trunk. Der Wein hatte sie angeregt, oder war es schon etwas mehr gewesen, Amling jedenfalls gab seinen hochgemuten Gefühlen mit den Worten Ausdruck, "wenn ihn heint (heute nacht) einer nit guten Bescheid gebe" d. h. wohl, wenn einer ihm nicht sofort recht gebe, "dann wollt er ihn bei dem Sakrament durch die Schwarten hauen und wenn es ihm zehn Gulden kosten soll". Bei einer solchen Zeche trank man sich auch gegenseitig zu, wie 1541 "Kerslein dem Krausen einen Trunk gebracht, und er, Kraus, des gewahrt und ihm gesegnet ". Das will sagen, Kraus hatte sich des Trunkes versehen, darauf gewartet, denn Kerslein hatte vorher gedroht, Kraus müsse "an einem kalten Eisen ersticken oder erwörgen", was wiederum heißen soll, er drohte ihm mit Erstechen oder Erwürgen ' ". Kraus hatte sich dem entzogen, hatte sich entfernt, denn "gesennen" bedeutet Abschied nehmen. Ein anderer Kerslein Namens Heinz hatte 1543 dem Peter Löhr ein Glas Wein ins Angesicht geworfen und vom Leder gezogen". Diese Art, einen Zechgenossen zu verschimpfieren, scheint in Gaustadt nicht selten gewesen zu sein. Dazu gab es noch Erweiterungen und Verstärkungen. Schlimmer war es sicher, wenn 1510 Cunz Stürmer und Cunz Rabe mit Worten aneinander kamen, dass sie einander unter die Augen gespeit haben. Da habe Rabe dem Hans Franken zu trinken geboten, hab er nit trinken wollen, also hab er ihm ein Krausen (irdenen Krug) Weins unter die Augen gossen". Wenn man einem aufs Zutrinken nicht Bescheid tat, galt es als eine Beleidigung. Das sind übrigens nicht die einzigen Beispiele.

Hier zeigen sich fürwahr die gleichen grobianischen Sitten, die jede "Tischzucht" vermissen lassen und das wüste, unflätige Benehmen dreist herausstellen, wie sie gerade um diese Zeit Seb. Brant und Thomas Murner schildern und geißeln. Nicht nur der verkommene Ritter und der protzende Bürger, auch der "einfältige", Bauer säuft, flucht und rauft. Man nehme weiter die schmutzigen, aber alltäglichen Ausdrücke hinzu, um diese nicht nur derbe, sondern wilde, handelsüchtige, unsaubere Zeit zu erkennen. Dabei kamen die Frauen nicht viel besser weg, sie benehmen sich, die Trinksitten ausgenommen, wie ihre Männer, so dass man kaum gelegentlichen verschämten Worten und g' schämigen Klagen glauben kann. Die Belege für die Raufereien und Stechereien folgen, weil sie nicht als Unterhaltung und Vergnügen anzusehen sind, gesondert weiter unten.

Zum Wirtshaus gehört schon immer das Spiel. Niemals lesen wir etwas von Würfeln, sondern immer nur von Karten. Beim Kartenspiel zeige sich, sagt man, der wahre Charakter, und beim Kartenspiel wurden schon die besten Freunde zu heftigen Gegnern. Sollte es in Gaustadt anders gewesen sein?

Der Heinz Stürmer und der Horlender saßen 1505 beim Wein und spielten, da "hat dem Stürmer der andere vier Pfennig aufgeschlagen« und hat an den Degen gegriffen. 1552 zechten Röthlein, der junge Forster und andere mehr unten in der Kungund vfm Brand Behausung zum Schlüssel am Sand an einem Tisch und spielten "auf der Karten". Da sagte der eine "Ich hab das Spiel gewunnen und du nit; dann ich hab 17, so hast du nit mehr dann 16. Leider können wir daraus, so wissenswert das wäre, nicht erkennen, um welche Art von Kartenspiel es sich handelte.

Dagegen war anscheinend in Gaustadt das Kegelspiel oder, wie man damals sagte, das Kugeln nicht an das Wirtshaus gebunden. Die Kegelbahn ist auf dem Dorfplatz zu suchen. An der einzigen Stelle, die ich beizubringen weiß, handelte es sich um einen Markstein, der hier wirklich ein Stein des Anstoßes war. Kraft Hofman erklärte 1494, wie er vor 30 Jahre da getanzt und gekugelt, da hat er einen Steingesel ich. Ob es aber ein Markstein gewesen, das wisse er nicht. Benedikt Kraus hat vor acht Jahren da gekugelt und einen Stein und "vrreytel"(?) gesehen. Und Petronelle Vorsterin hat mit anderen Maiden vor 30 Jahren da getanzt und "het in vff ein Zeit eynen hann vfgeworfen", darum sie tanzten. Sie wollten sich vermessen, den Stein auszugraben, um dass (weil) sie sich immer daran stießen. Jörg Eichelberger aber sagte, sie kämen zu Schaden. Wenn man das liest "einen Hahnen aufwerfen", so möchte man zu gern an den Hahnenschlag am Kirchweihmontag denken, der Tanz würde ja auch dazu passen.

Der Tanz wurde damals also im Freien abgehalten, auf dem Dorfplatz, wo ja auch die Linde stand. Es ist ein richtiger Plantanz, auch Platztanz bei uns geheißen. Dieser gehörte zur Kirchweih. Dieser Tanz der alten Zeit war ja ein Reigen oder Reihen, der sich im Spiel der Mädchen als Ringefreihen bis jetzt erhielt. Der älteste Beleg stammt von 1593. Da war der uns schon unrühmlich bekannte Schneider Kolman im Tanz auf den Sohn des Zieglers Hans Kastner gefallen und hatte dem ein Bein "zerbrochen". Er wurde durch Georg Stretzens Tochter, mit der er getanzt, überwiesen. Darf man daraus schließen, dass dies in der Dunkelheit, bei angebrochener Nacht passierte ?

Da man die Kirchwelhe (übrigens ohne Kirche!) in Gaustadt am zweiten Pfingstfeiertag beging, der fiel in diesem Jahr auf den 7. Juni, so hätte man damals weit in die Nacht hinein getanzt, da es ja in dieser Zeit sehr lange hell bleibt. 1684 erinnerte der Schultheiß bei der Kanzlei an die am andern (zweiten) Pfingsttage stattfindende Kirchweihe mit der Anfrage, wessen er sich des Tanzes halben zu verhalten habe. Damit ist die Kirchweihe ausdrücklich bezeugt. Kann man das aber auch aus dem Folgenden? Am 1. Juli 1623 gestattete der Abt auf Ansuchen der ledigen Knechte zu Gaustadt, ein Kleinod aufzuführen und dabei einen ehrlichen Tanz zu halten, doch mit Verbot und Strafe von zehn Gulden und Verhaft des Stockes, dass einer sich unruhig, haderisch oder zankisch oder sonst ungebührlich verhalte, dessen sie sich untertänigst bedankt und sich gebührlich zu verhalten versprochen Das Kleinod weist bei uns auf die Kirchweih hin. Das Kloster erhob als Dorfherr den Anspruch, dass alle Dorfgenossen, ob spitälisch. oder domkapitelisch, in Dorf und Gemeindesachen den von ihm ausgehenden Befehlen gehorchen müssten; darunter begriff man auch die ganzen Kirchweihangelegenheiten.

Als daher die Pfleger und Verwalter des Spitals 1716 wegen eines am 1. Juni beim Kirchweihschutz geschehenen Einfalls, abgeschaffter (verjagter) Spielleute und besonders wegen eines übel traktierten Pfeufers wie auch der vom (Polizei ) Büttel der Wirtin versetzten harten Streiche protestierten, fasste das Kloster in dem Antwortschreiben seine Rechte in sechs Punkten zusammen ". Es forderte

1. die Ausrufung des Friedgebotes durch den Gerichtsdiener nach dem Gottesdienst vor dem Wirtshaus; in manchen Orten geschah es mit Trommel und Pfeifen,

2. die Aushängung eines Fahnens (!) auf dem Turm, welches soviel bedeutet, dass es an solchen Tagen fried und schiedlich zugeben soll. Die Fahne erlaubte keine Ausrede,

3. das Recht, den Bannwein auszuschenken; die Kirchweihschutzherren pflegten ihre dazu bestellten Leute, Wirte, Gastgeber und Leut geben Wein und Bier maßweis den Bauern auszapfen zu lassen,

4. die freie Aufstellung allerlei Krämereien, wobei der Gerichtsherr das Stand und Ladengeld einfordert,

5. die Haltung eines offenen Tanzes, Kugelplatz, Spieltisch, aus welchen allen der Gerichtsherr seinen Anteil hat,

6. wenn Händel und Schlägereien entstehen oder den oben angeführten Effectibus (Punkten) etwas zuwider von den Einwohnern, obschon sie in anderen Lehen wohnen, gehandelt würde, sind solche Übertreter der Kirchweihbeschützer Correction und Emendation (Züchtigung und Besserung) so lange unterwürfig, als der Kirchweihschutz dauert. Trüge sich aber auf diesen Kirchweihtagen Mord und Totschlag zu, so können solche Verbrecher drei Tage lang von dem Dorf , Vogtei und Gerichtsherrn gefänglich behalten werden ".

Gaustadt feierte seine Kirchweihe am zweiten Pfingstfeiertag und wohl lange, bevor es dort eine Kapelle gab.

Die Bemerkungen Martinets über die erste hölzerne "Kapelle" und den Bau der steinernen gehen nicht recht zusammen, abgesehen davon, dass man seine Angaben nicht nachprüfen kann. Nun sollte man meinen, Gaustadt habe beim Fehlen einer eigenen Kapelle die Kirchweih mit seiner zuständigen Pfarrei zu U. L. Frau in Bamberg gefeiert. Dem ist aber nicht so. Die obere Pfarre beging ihre Kirchweihe am dritten Sonntag im Mai, wohl zur Erinnerung an die am 19. Mai 1387 erfolgte Einweihung der neugebauten Kirche. Freilich wurde die sog. Kirchweih manchen Orts ganz willkürlich ohne jeden Bezug auf die Kirche, sozusagen als rein weltliches Fest, gelegentlich auch, von Wirten zur Förderung des Geschäftes angesetzt. Das aber scheint in Gaustadt doch nicht der Fall gewesen zu sein. Denn am zweiten Pfingsttag hielt man in Gaustadt nach Martinet den Flurumgang zugleich mit der Kirchweih. So darf man den Flurumgang, der freilich von Bischberg ausging, und dem sicher eine mehr oder weniger ausgedehnte Zusammenkunft der Gaustadter in den Gasthäusern folgte, als Ausgangspunkt seiner "Kirchweih" ansehen. Die Bischberger Quellen bestätigen den Wirtshausbesuch der Gaustadter.

Leider ist es beim Fehlen der Gemeindeakten nicht mehr möglich, Verlauf und Aussehen der Gaustadter Kirchweih darzustellen. Die uns erhaltenen Verwaltungs- und Gerichtsquellen enthalten nur Andeutungen und Zufälligkeiten. Gerade die Kirchweih, die man als ein Hauptfest des dörflichen Jahres bezeichnen muss, könnte einen wesentlichen Beitrag zum Leben im Dorf liefern. Der Mangel beginnt schon bei den Amusserlichkeiten. Wo wurde z. B. die Kirchweihfahne ausgehängt? Auf dem Dachreiterlein der Kapelle? Und vorher? In Stegaurach beispielsweise hing die Fahne aus einem Bodenfenster des Camerarischen Vogteihauses heraus. So etwas gab's aber in Gaustadt nicht. In Küps wird die "Jahne" als ein Kalbs- oder Schaffell oder als ein Stück Zeug von rotem Barchent, auch als drei Ellen langes Leintuch beschrieben. Wir hören in Gaustadt nichts von den oben erwähnten Krämerelen und Spielplätzen; es kamen aber gewiss fahrende Leute und Schausteller mit allerlei Getier, es spielten fremde Musikanten und Gaukler zeigten ihre Künste in den Spielbuden, bei den Scholderern, konnte man einer Art Glücksspiel huldigen, wohl mit Würfeln.

Wir wissen aber, dass ein Planmaien, ein Kirchweihbaum, wie jetzt noch üblich, aufgerichtet war. Denn 1722 wurden zwei Knechte des Herrn Buffler auf dem Abtshof befragt, warum sie den Planmaien abgehauen hätten und wer ihnen solches geheißen. Der eine erklärte, er habe zwei Bäume auf seinem Wagen gehabt und nicht vorbeifahren können. Er habe lange still gehalten, bis Herrn Rittertrompeters Sohn, auf dem domkapitel' schen Wirtshaus sitzend, gerufen: "Haut den Maien um!"

Das habe er getan, meinend, ein solches würde nichts zu bedeuten haben. Auf diese faule Ausrede hin sagt der Dorfmeister Hans Adam Hemmeter, der Knecht habe wohl vorbeifahren können, Herr Buffler aber gerufen: "Was macht der Bettel da? Möchten sie der Bäume noch soviel hinsetzen!" Das Kloster aber wahrte die Gebräuche des Dorfes und befahl, Herr Buffler und dessen Knechte sollen einen anderen Planmeien wieder an dessen Platz schaffen und die Kosten bezahlen.

Der Michelsberger Kanzleidiener besuchte am 13. Juni 1791, am Kirchweihtag, das domkapitel' sche Wirtshaus des Joh. Leicht und erhielt die ihm zustehenden zwei Maß Bier und das Zwei Kreuzer Brot. Er konnte melden, dass gemäß des dorfherrschaftlichen Befehles der Sohn des spitälischen Schultheißen Albert Sauer den Plan ohne Widerrede bezogen, d. h. den Plantanz angeführt habe und dass weder in den Wirtshäusern noch auf der Straße etwas gegen die Polizeiverordnung geschehen sei. Es gab aber doch ein Nachspiel: Michael Müller beschimpfte den spitälischen Schultheißen auf der Gemeindeversammlung und im oberen Wirtshaus, weil er als ein spitälischer Untertan dennoch seinen Sohn auf den klösterlichen Plan habe ziehen lassen ". Dem Kloster war es offenbar darauf angekommen, zu sehen, ob der spitälische Schultheiß dem Kloster als Oberdorfherrn gehorche.

Ebenso wie obiger Kanzleidiener hatten auch die Kirchweihschützer von den Gaustadter Wirten zwei Maß Bier und für sechs Pfennig Brot zu fordern. Das domkapitel' sche Receptoratsamt weigerte sich 1749, das Bier vor allem ausserhalb des Wirtshauses zu geben. Daher erging die Anweisung, sie hätten das Bier im Wirtshaus zu trinken, ein bezeichnendes Beispiel für das wortklauberische Festhalten am Hergebrachten und für die Befriedigung, der selbstbewussten Dorfherrschaft Schwierigkeiten machen zu können ".

Dass es bei der Kirchweih recht laut zuging nicht nur durch Geschrei, sondern auch durch Schießen, zeigt ein Bericht über einen Unglücksfall, der uns auch den eigenartigen Namen eines Tanzes aufbewahrte. Am Kirchweihmontag den 2. Juni 1800 hatte sich der ledige Bursch Matheus Wachter von Viereth zur Gaustadter Kirchweih eingefunden und sah am Nachmittag dem sog. "Kirchweih Pöppeltanz" zu. Dabei wurde er vom 16jährigen Gg. Reges aus Gaustadt in die Wade geschossen. Letzterer hatte das Gewehr "nur mit einem Pfropfen verschlossen und es gegen den Boden gehalten. Dabei war Wachter unglücklicherweise "in den Schuss hineingesprungen". Als der Getroffene am 21. Juni starb, hielt man die Verwundung für die Ursache des Todes. Der Bischberger Bader aber und ein Medicinae Doctor bestätigten, dass Wachter nicht an der Wunde gestorben sei. Wir wissen das heute besser!

Als letztes dörfliches "Fest" bleibt noch das Johannisfeuer.

1560 fiel Johanni auf einen Montag. Die Bischberger feierten ihre Kirchweih am Sonntag vor Johanni, "an welchem Tage man alle Jahre ein Johannisfeuer pflegt zu schüren. Wie es da zuging, ersehen wir aus einem Gerichtsprotokoll dieses Jahres. Hans Keck, spitälischer Untertan, zu Gaustadt, hatte "am Johannisfeuer zu Gaustadt gegeigt und einen Dantz gemacht"; da waren Wolf Kerßlein und Adam Hincker etlicher Wort halben zu Unfrieden worden" und Kerßlein hatte den Hincker ins Feuer gestoßen. Dabei gab es die üblichen Schimpfereien und Zwistigkeiten.

Derartige Ausschweifungen veranlassten 1779 die landesherrliche Regierung zum Erlass, der Schultheiß solle das Anschüren des Johannisfeuers verhindern. Der Gaustadter Schultheiß freilich, der den Befehl hatte ausführen wollen, musste dann, sicherlich missmutig und verärgert, die Mitteilung machen, "ihm sei mit einem hechdornenen Stecken ein Loch in den Kopf geschlagen worden. Das Feuer sei dennoch angeschürt und von vielen dabei gewesenen sowohl jungen als alten Leuten darüber gesprungen worden". Leider können wir aus diesem Bericht nicht ersehen, wo das Feuer abgebrannt wurde.

Zur Unterhaltung oder besser zur Geselligkeit im Dorfe gehörten auch die Rockenstuben. Nach der Arbeit kamen am Abend die Mädchen mit ihren Spinnrädern oder Rocken abwechselnd bei einem anderen Bauern zusammen. Denn spinnen am Abend war erquickend und labend. Man sang und erzählte und wenn man nach dem günstigen oder ungünstigen Wetter, der getanen oder der noch übrigen Arbeit auf die kleinen, für das Dorf aber wichtigen Ereignisse kam, dass z. B. dieser Unglück im Stall hatte, oder jene schon wieder mit der nicht anwesenden Nachbarin Streit angezettelt habe usw., so stand man sogleich mitten in der persönlichen Aussprache. Da mag manches Gerücht verbreitet und manche Ehre angetastet worden sein. Bei diesen Zusammenkünften konnte man die Dorfburschen keinesfalls ausschließen, manchmal wollte man es auch nicht, besonders wenn man sich zum Heimgehen anschickte. Dabei mögen sich manche Missstände eingeschlichen haben, beim Heimgehen vor allem. Darum verbot man schon früh diese Rockenstuben, ohne sie freilich ganz unterdrücken zu können.

Für Gaustadt ist es bezeichnend, dass man von diesen Zusammenkünften nur von und bei spitälischen Hintersassen hört. So bestrafte das Kloster als Dorfherr 1589 den spitälischen Hans Weickert mit fünf Gulden das war damals viel Geld , weil er "sich unterstand, Rockenmaid zu nehmen". Auch 1624 hören wir von einem Spitälischen, dem Georg Heldt, dass er "Rockenstube halte". Die Margarete Stretz beschwerte sich nämlich über den jungen Hans Krautberger, "weil er sie eine öffentliche Thrutin (Hexe) in der Rockenstuben gescholten".

Dieser Klage war aber schon "eine Schlägerei" zwischen beiden vorangegangen. Nachträglich "zeihten" andere Burschen den Krautberger, "er habe sie wegen der Rockenstuben verraten", und darum "hätten sie ihm gestern die Fenster eingehieben". So steht es in der Klage des Krautberger vom 18. 3. 1624. Leider erfahren wir nicht, warum er die junge Stretzin als Hexe ansah. Auch in den Zeugenaussagen werden gelegentlich die Rockenstuben erwähnt; manche Maid kann als Quelle ihres Wissens nur angeben, so habe sie es dort vernommen.