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Geschichte unseres Heimatdorfes Gaustadt

Zusammengestellt und bearbeitet nach den vorhandenen restlichen Unterlagen
der Chronik von 3. Bürgermeister Georg Pfuhlmann vom 2.4.1949

1136 - 1582

Das Dorf Gaustadt (bald Guhstat, Gowestatt, Gawestatt, Gaustat, Gauchstadt, Gaustatt in den Urkunden geschrieben), ist schon sehr alt und wurde im Jahre 1136 das erste Mal genannt. Dies beweist ein damaliger Eintrag, welcher folgenden Wortlaut hat: "Erchanbrecht, Stiftsherr am Neumünster in Würzburg, übergibt ein Landgut in Gaustadt dem Kloster Michaelsberg“. Aus diesem Eintrag ist zu schließen, dass die Gehöfte nicht zum Kloster Michaelsberg gehörten und dass dieselben schon vorher besiedelt waren. Wir müssen daraus die Folgerung ziehen, dass Gaustadt schon vor dem Jahre 1136 in Form von Einzelsiedlungen bestand. Wer der eigentliche Gründer der damaligen Siedlungen ist, kann infolge Mangel an Urkunden aus der damaligen Zeit nicht mehr festgestellt werden. Sicher jedoch ist, dass die im Jahre 1136 genannten Gehöfte und Grundstücke eng mit dem Klöster Michaelsberg in Bamberg in Verbindung zu bringen sind. Wenn wir uns in die damalige Zeit zurückversetzen, dann finden wir diese Grundstücke vom Michaelsberg aus in nordwestlicher Richtung gegen den Ort Bischberg (Biscovesberg, Bischofsberg), welcher das erste Mal im Jahre 1013, und zwar am 21. Juni, zu Frankfurt a. M. erwähnt wurde, als Bischof Heinrich von Würzburg die Kirche im Dorfe Hallstadt zum neugegründeten Bistum Bamberg überwies, mit Ausnahme der Kapellen in Bischberg und Trunstadt. Im Jahre 1251 bestätigte Papst Innozenz IV. die kloster-michaelsbergischen Besitzungen und darunter auch Gaustadt.

In der Zeit von 1252 bis 1582 sprechen die Urkunden nur von Schenkungen des Michaelsberger Klosters an Gaustadter SiedIer, aus. denen zu ersehen ist, dass wir es bei den damaligen Bewohnern unserer Heimat mit nichtbegüterten Leuten zu tun hatten, deren Einkommen die Erträge aus der Schafszucht und dem Weinbau waren. Die Weinberge dürften sich in der Gegend des heutigen Rödelbaches (im Volksmund Rettelboch) befunden haben. Dies beweist uns der folgende Eintrag aus dem Jahre 1497: "An Peter Stuhlfeier empfängt die Margarete Feimbauerin in Gaustadt vom Kloster als Zinslehen ein Eggerten, welches früher Weingarten gewesen, stößt an das Hoffeld zu Gaustadt unten an der Bischberger Straße, an einer Seite an das Rudolph's -Feld gegen Gaustadt, bei der anderen Seite an den Rudelgraben daselbst."