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Gaustadt soll eine "Mitte" bekommen

PLANUNG   Die alte Gaststätte Fischerhof soll saniert und im rückwärigen Teil des Areals ein LIDL-Markt gebaut werden. DasGebäude erhält zwei Zeltdächer. Der vorgelgte Plan der Besitzerfamilie Wörner überzeugt die Stadträte.

vom FT-Redaktionsmitglied GERTRUD GLÖSSNER-MOSCHK

(Mitte.jpg; 115 kB)
Bamberg - Gegen zwei Stimmen der GAI, hat der Bausenat in seiner jüngsten Sitzung dem Plan für die Neugestaltung des Areals am Gaustadter Fischerhof zugestimmt. Dem vorliegenden Konzept entsprechend muss der Flächennutzungsplan geändert und das Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden.

Der Plan der Eigentümerfamilie Wörner vorgetragen u. a. vom Architekten Karl-Diethard Geyer fand bei den Stadträten breite Zustimmung. Überzeugt haben vor allem die ca. 15 Jahre alten Fotos, die den Fischerhof in seinem damaligen Zustand zeigten: umrahmt von zwei Tankstellen. Jede neue Planung werde besser sein als der Zustand damals und heute, sagte Heinz Kuntke, SPD.

Einige Stadträte machten aber - auch unmissverständlich deutlich, den Bau eines neuen Lidl-Supermarktes nur unter der Bedingung gestatten zu wollen, dass die seit langem leer stehende Gaststätte Fischerhof auch wirklich saniert wird. Oberbürgermeister Andreas Starke sicherte zu, dass dieses Junktim ini städtebaulichen Vertrag mit den Eigentümern verankert sein werde.

Dem Plan zufolge wird im rückwärtigen Teil des Grundstück Gaustadter Hauptstraße 109 und 109 c auf 1060 Quadratratmetern ein Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 790 Quadratmetern gebaut. Die in den vergangenen Monaten immer wieder laut gewordene Forderung, hier nicht die übliche "Schuhschachtel' hinzustellen, beantwortete Architekt Geyer mit zwei Zeltdächern, die das Gebäude gliedern. 55 Parkplätze gruppieren sieh auf dem Gelende dergestalt, dass an der Einfahrt eine Platz-ähnliche Erweiterung entsteht.

Das an der Hauptstraße stehende historische Wirtshaus "Fischerhof" wird saniert. Im Erdgeschoss soll wieder ein Gastronomiebetrieb einziehen, im ersten Stock sind Büros geplant.

Der im hinteren "Teil des Grundstück" bestehende Weiher bleibt unangetastet. Auf dem ganzen Gelände und im angrenzenden Biotop müssen einige Bäume gefällt werden. Das Biotop selbst wird um 190 Quadratmeter verkleinert. Die Fußwegverbindung zum Wäldchen am Cherbonhof bleibt bestehen. Geyer hofft, dass sich bei diesem Konzept ein kleines Stadtteilzentrum für das "Straßendorf Gaustadt" entwickeln möge.

Unzutrieden mit der Planung waren nur die Stadträte der GAL. Wolfgang Budde favorisiert den alten Bebauungsplan, der auf dem Gelände Wohnbebauung vorsieht. Klaus Gallenz, DB, widersprach ihm: Mit dem alten Bebauungsplan habe sich jahrelang nichts getan." Jetzt sehe es so aus, als ob mit einem neuen endlich eine städtebauliche Verbesserung eintreten werde. Michael Bosch fasste sich knapp: Ich stimme zu, denn es ist höchste Eisenbahn, dass hier etwas geschieht."

Fränkischer Tag, 26. September 2007

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