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Leserbrief im Fränkischen Tag vom 23.6.2007 zu Thema:

Sanierung Gaustadter Freibad

Zeugt von schlechten politischen Stil

Zum Artikel "Freibadsanierung: Der Ton wird schärfer" vom 19. Juni:

Da ist auf der einen Seite ein Bürgerverein, der im vorbildlichen demokratischen Sinne engagiert die berechtigten Interessen der betroffenen Bürger zumThema Freibad Gaustadt vertritt. Auf der anderen Seite steht ein Geschäftsbetrieb der Stadt, dessen Aufgabe darin besteht,nach politischer Vorgabe der gewählten Vertreter der Bürger unserer Stadt Bamberg die geschäftlichen Interessen in diesem Geschäftsbereich wahrzunehmen.

Da ist des Weiteren in diesem Artikel unserer Lokalpresse von Auseinandersetzungen in einer Angelegenheit von öffentlichem Interesse zu lesen, die einige Fragen aufwerfen: Wie kann es angehen, dass entgegen des erklärten politischen Willens dieses Freibad zu erhalten, den Vertretern dieser Bürger mit dem "Hausrecht" gedroht. wird, nur weil die Willensäußerungen und Initiativen den Vorstellungen der Geschäftsführer dieser städtischen GmbH nicht genehm sind? Ist es nicht eher so, dass den Bürgern dieser Stadt das Bad gehört und die verwaltenden Geschäftsführer von den Geldern der Bürger bezahlt werden?

Erinnern die Initiativen der Stadtwerke nicht an die leidigen isolierten Planungen des städtischen Bauamts, die z. T. abseits jeglicher Beteiligung der Betroffenen und der politisch Verantwortlichen erfolgten? Warum wird dieses so löbliche und politisch immer als wünschenswert erklärte Engagement der Bürger hier nicht stärker beachtet? Warum werden die betroffenen Bürger und deren Initiativen nicht gleich im Vorfeld in die Planungen eingebunden? Ist Frau Reinfelder nicht Architektin, die genügend entsprechende planerische Kompetenz besitzt, um sich hier aktiv an den Entwürfen zu beteiligen?

Es zeugt von schlechtem politischen Stil und mangelnder Verinnerlichung demokratischer Prinzipien, wenn hier einer Bürgernutiative vorgeworfen wird, sich "ohne Absprache" an die "Vierte Gewalt" in diesem Staate, also die Presse zu wenden. Die Stadtwerke wären gut beraten, sich ihres politischen Auftrags zu besinnen und diese Bürgerinitiative als Hilfe und nicht als Last zu sehen.

Lutz Parisek
Am Schlossgarten 3
96194 Walsdorf