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Gaustadter Freibad ist wieder startklar

VOM FT-REDAKTIONSMITGLIED GERTRUD GLÖSSNER-MÖSCHK

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Bamberg - Pünktlich zum Beginn der Badesaison ist der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Gaustadter Freibades abgeschlossen worden. Wenn das Bad am kommenden Samstag, 10. Mai, erstmals in diesem Jahr seine Pforten öffnet, dürfen sich die Besucher über modernisierte Umkleideräume und Duschen, einen Baby-Wickelraum sowie einen neuen Kiosk mit Freischankfläche freuen.

Trotzdem werden sie sich nicht umgewöhnen müssen, denn das alte Gaustadter Freibad ist rein äußerlich fast das alte geblieben. Für den flüchtigen Betrachter sieht es so aus, als wären die Sanitärgebäude lediglich frisch gestrichen worden.

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In Wirklichkeit mussten die Baufachleute tief in die Substanz der Gebäude eingreifen. Die Dachstatik beispielsweise musste komplett neu aufgebaut werden. 540 000 Euro hat die Bäder GmbH der Bamberger Stadtwerke in den ersten Bauabschnitt investiert.

Während der Badesaison 2008 werden die Schwimmer und Sonnenanbeter in ihrem geliebten Bad nicht auf Handwerker treffen. Diese rücken erst im Herbst wieder an, um dann den zweiten, vom Kostenvolumen her deutlich größeren Bauabschnitt in Angriff zu nehmen: Für 2,2 Millionen Euro wird zum einen die Wassertechnik komplett erneuert. Die Anlage findet ihren Platz im ehemaligen Kiosk.

Zum zweiten müssen die Becken grundlegend modernisiert werden. Das große Schwimmerbecken bleibt in seinen Ausma ßen wie es ist: mit exakt 49,68 Meter knapp unterhalb der Grenze zur Wettbewerbstauglichkeit - was ein Versehen bei der Planung in den 50er-Jahren war.

Das auf dem Hanggrundstück darunter liegende Nichtschwimmerbecken wird verkleinert, so dass daneben noch das Kinderplanschbecken und eine kleine Liegefläche Platz finden werden.

„Orden" für die Stadtwerke

Bei der Besichtigung gestern Vormittag zeigte sich Oberbürgermeister Andreas Starke vom Ergebnis der bisherigen Arbeiten beeindruckt: „Dafür haben sich die Stadtwerke einen Orden verdient."

In Anspielung auf den jahrelangen Kampf der Gaustadter Bürger um „ihr" Bad, dessen Zukunft lange Zeit nicht gesichert erschien, bemerkte Starke, es habe sich um eine „schwere Geburt" gehandelt. Umso schöner sei das Ergebnis geworden.   De Sanierung sei nicht nur ein Geschenk an Gaustadt, sondern an ganz Bamberg.

Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach betonte, man habe sich bewusst für eine „dezente Sanierung" entschieden, um den architektonischen Charakter der 50-er Jahre nicht zu zerstören. „Man muss schon zwei Mal hingucken, um zu sehen, was hier alles passiert ist." Der alte Charme sei erhalten geblieben.

Sonne heizt das Wasser

Stolz ist Rubach darauf, dass das Wasser in den Becken dank der Solarabsorber auf den Dächern „absolut umweltfreundlich" beheizt wird. Die Familienfreundlichkeit des Bades werde mit dem Bau eines Mutter-Kind-Raumes unterstrichen.

Auf die lange währenden Auseinandersetzungen mit dem Bürgerverein Gaustadt, der zunächst Unterschriften für den Erhalt des Bades gesammelt hatte und im vergangenen Jahr. energisch für die Beibehaltung des zweiten Beckens kämpfte, wollte Klaus Rubach gegenüber unserer Zeitung nicht eingehen: „Die Sanierung ist das Ergebnis eines Beschlusses des Aufsichtsrates."