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"Freibad ohne Schnickschnack"

BV Gaustadt präsentiert Ergebnisse seiner Umfrage zum Freibad

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Die traumhafte Lage, die fämiliäre Atmosphäre und die Tatsache, dass es keinen "unnötigen Schnickschnack" wie in anderen Freibädern gibt: Das finden die Gaustadter an ihrem Freibad gut.

Wie sehr sie daran hängen und wie sehr sie sich wünschen, dass es ihnen erhalten bleiben möge, beweist eine aktuelle Umfrage des Bürgervereins Gaustadt. Deren Ergebnisse hat die Erste Vorsitzende des Vereins, Daniela Reinfelder, jetzt dem Chef der Stadtwerke, Klaus Rubach, überreicht.

Das Ziel des Bürgervereins ist klar: Er will nicht, dass das dringend sanierungsbedürftige Gaustadter Freibad aus Kostengründen geschlossen und einem Hallenbad-Neubau geopfert wird. Der Verein weiß dabei Tausende von Bambergern hinter sich: So haben sich schon vor Monaten 4500 Bürger mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Bades ausgesprochen. Die Listen wurden am 27. Juli dem Oberbürgermeister überreicht - und weit über 300 Bamberger haben sich kürzlich die Mühe gemacht, einen detaillierten Fragebogen auszufüllen.

Von 2000 gedruckten und verteilten Fragebögen sind 316 ausgefüllt zurück gekommen. Da etliche von Ehepaaren und Familien abgegeben wurden, stehen die Antworten also für wesentlich mehr als 316 Personen.

Helmut Rambacher, Mitglied im Vorstand des Bürgervereins, hat die Bögen ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Gaustadter Bürger wollen ihr Bad behalten und sind bescheiden genug, keinen teuren Umbau zu einem Spaßbad zu verlangen - ganz im Gegenteil.

61,7 Prozent geben an, Stammgäste zu sein und regelmäßig ins Bad zu kommen. 82,6 Prozent nutzen das Freibad, weil sie selbst im Ortsteil wohnen. 83,5 Prozent kommen wegen der schönen Lage,

50,1 Prozent, weil sie ungestört schwimmen wollen und 69,3 Prozent, weil die Eintrittspreise günstig sind.

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Auf die Frage, was den Badegästen besonders gut gefällt, kamen folgende Antworten am häufigsten: landschaftlich schöne Lage, ein Schwimmbad ohne unnötigen Schnickschnack, viel Ruhe, hoher Erholungsfaktor, familiäre Atmosphäre, Flair der 50er und 60er Jahre, übersichtliche Terrassenanlage, großes Freigelände, große Grün- und Liegeflächen, alter Baumbestand, sonnige und schattige Liegeplätze, großes Schwimmbecken mit Sprungbrettern, leichte Erreichbarkeit, Stadtbusanbindung und Parkmöglichkeiten.

Nach den Verbesserungsvorschlägen gefragt, erklärten die meisten, es solle nur das Nötigste gemacht und kein großer Aufwand getrieben werden. Am häufigsten wurden die Renovierung der Sanitäranlagen und der Umkleidekabinen gewünscht sowie die Sanierung der Beckenränder und der Sitzmauern zwischen den Becken.

Außerdem sollen Bahnen für Schwimmer abgetrennt und der Rasen auf der Liegewiese nachgesät werden. Schließlich stehen noch flexiblere und längere Öffnungszeiten auf der Wunschliste, eine Rutsche für den Spielplatz und warme Speisen in der Caféteria.

Den Gaustadtern ist es im Prinzip egal, ob das Bad als konventionelles oder als so genanntes Naturbad ohne Chlor weiter betrieben wird: Hauptsache, es bleibt mit seinen zwei höhenversetzten Becken in etwa so erhalten, wie es ist.

Nach der Unterschriftenaktion und der Auswertung der Umfrage erkennt Daniela Reinfelder eine "starke emotionale Bindung der Gaustadter zu ihrem Freibad", das sich die Bür-. ger vor 48 Jahren aus der von der Spinnerei Erba reichlich fließenden Gewerbesteuer gegönnt haben. Nicht zuletzt deswegen sei der Bürgerverein zu Eigenleistungen bei der Sanierung bereit.

von Grtrud Glössner-Möschk
Fränkischer Tag, 10. November 2005