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Leserbrief im Fränkischen Tag vom 21.6.2007 zu Thema:

Sanierung Gaustadter Freibad

Mehr Respekt vor engagierten Bürgern

Zum Artikel "Freibadsanierung: Der Ton wird schärfer

Protest fragt nicht um Erlaubnis. Das liegt in der Natur der Sache.

Bambergs Bäder gehören nicht den leitenden Mitarbeitern der Stadtwerke. Sie gehören den Bürgern, denn sie werden aus deren Steuergeldern und sonstigen Abgaben bezahlt. Es ist bei uns üblich, die Meinung frei äußern zu dürfen. Die Medien werden schließlich von den Bürgern finanziert, durch Gebühren und die Kosten für das Zeitungsabonnement -Sie sind also beileibe nicht nur Sprachrohr der "Oberen", sprich der Politiker oder der betregenden Verwaltung. Bürger haben ein Reicht auf objektive Information von allen Seiten.

Die Vorschläge zur "Sanierung" des Gaustadter Bades sind inakzeptabel, das weiß jeder, der schon mal einen Fuß in ein öffentliches Freibad gesteckt hat. Ein einziges Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer führt dazu, dass sich letztlich beide behindern und gefährden.

Das ist vermutlich politisch auch so gewollt. Man will das Gaustadter Bad so unattraktiv wie möglich machen, um die Besucherzahlen zu senken und es dann sobald als möglich mit Verweis auf ebendiese sinkenden Zahlen einem neuen teuren Spaßbad opfern.

Das Palm Beach in Stein bei Nürnberg verlangt derzeit für einen 4 Stunden Besuch von Jugendlichen 9,50 Euro (bis 15 Jahre!), Erwachsene zahlen 13,50 Euro. Tageskarten dort kosten 11,50 bzw. 16,50 Euro - Billiger wird es im Bamberger Spaßbad wohl auch nicht werden. Der Eintritt in Gaustadt beträgt derzeit maximal 2 Euro für den ganzen Tag.

Der Versuch, Menschen mundtot zu machen, die sich gegen diese antisozialen und familienfeindlichen Bestrebungen wehren und sich zum Sprachrohr derer machen, die weniger wortgewandt, weniger mutig und weniger finanziell belastbar sind, ist eine Ungeheuerlichkeit. Mehr Respekt vor den mündigen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Herr Rubach! Die bezahlen schließlich auch Ihr Gehalt!