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Zu hohe Eintrittspreise

Leserbrief zum Artikel „SPD wirft Reinfelder Profilierungssucht vor"
im FT vom 14. Januar 2009:

Angesichts der Tatsache, wie sich Herr Kuntke über die zukünftigen Eintrittspreise im Gaustadter Bad äußert, lässt sich folgendes anmerken: Ich glaube nicht, dass Herr Kuntke und alle anderen Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke die Bedeutung des Wortes „moderat" kennen. Dieses Wort kommt aus dem lateinischen „moderato" und bedeutet nichts anderes als „maßvoll/gemäßigt". Dies kann man von der anstehenden Preiserhöhung für das Gaustadter Bad allerdings nicht sagen. Ich spreche hier nicht von der 0,60 €-Erhöhung der Einzelkarten für Erwachsene oder der 0,30 €-Erhöhung für Kinder. Ich spreche von der 43-prozentigen Erhöhung für Saisonkarten für Familien, Kinder und Alleinerziehende. Bei den Familienkarten (Ehepaare) steigt der Preis von 57,70 € auf 82,70 €. Für die Kinder von 20,60 € auf 29,50 € und für Alleinerziehende von 28,80 € auf 41,30 € (zuzüglich des Eintrittspreises für das Kind). Wir liegen mit diesen neuen Eintrittspreisen dann nur 1 bis 3 € unter den Eintrittspreisen des Stadionbades. Und dies, obwohl in Gaustadt keine Attraktionen wie Riesenrutsche usw. errichtet werden. Wie immer sind jene die Leidtragenden, die sowieso sparen müssen. Nämlich die Familien mit Kindern und die Alleinerziehenden. Zum Abschluss noch ein herzliches Dankeschön an die Stadtwerke und die Herren im Aufsichtsrat für ihr maßvolles Verhalten und für die bewiesene Familienfreundlichkeit.

Thomas Dachwald
Schreiberstr.15
96049 Bamberg

Das Gaustader Freibad erhalten

Leserbrief aus dem Fränkischen Tag vom 01. August 2005

Wenn man in der Presse die Artikel zum Gaustadter Freibad liest oder so manche in der Vergangenheit gefallene Äußerung seitens Politiker und Entscheidungsträger hört, drängt sich der Verdacht auf, dass die Schließung dieses beliebten Freibades schon beschlossene Sache ist. Gerade in Zusammenhang mit der Sanierung oder dem Neubau des Hallenbades.Die Verwaltung spricht beim Gaustädter Freibad von Sanierungskosten über zwei Millionen Euro, eine Gestaltung mit gehobener Ausstattung von mehr als drei Millionen Euro. Nun drängt sich die Frage auf, wie belastbar sind diese Zahlen. jeder Bürger, der im privaten Bereich ein Sanierungsvorhaben angehen muss, richtet die nötigen Maßnahmen nach seinem Budget aus. Warum ist das in der öffentlichen Hand scheinbar anders, obwohl auch hier der finanzielle Spielraum äußerst eng ist? Beauftragt man ein Ingenieurbüro, um die Sanierungskosten zu ermitteln, so werden diese entsprechend hoch ausfallen, da sich aus dem Ausgabevolumen der Baumaßnahme prozentual das Honorar für den Planer errechnet. Ist es vielmehr nicht möglich zu sagen, wir investieren beispielsweise in die sanitären Anlagen, wo Handlungsbedarf besteht, beziehungsweise tätigen nur wirklich nötige Instandhaltungsmaßnahmen?

Im Übrigen, was geschieht nach der Schließung des Gaustadter Freibades? Die gewollte Attraktivitätssteigerung Bambergs als Wohnort für junge Familien mittels geplanter Ökosiedlung, Mayersche Gärtnerei etc. kann dann nur noch als Absichtserklärung gelten, wenn man vorhandene Infrastruktur abbaut. Sollen Kinder und Jugendliche, auch aus den Landkreis, zukünftig quer durch die Stadt ins Stadionbad fahren? Da kann jetzt schon prophezeit werden, dass auf andere Bäder ausgewichen wird, die Stadtwerke somit nicht unbedingt Mehreinnahmen erzielen werden.

Was passiert dann mit einer "Freibadruine"? Bekanntlich tut man sich in Bamberg mit einer Folgenutzung schwer, verschiedene Projekte sind hierfür ein Beispiel! Also, was steht einer bescheidenen und bedarfsgerechten Unterhaltsmaßnahme im Gaustadter Freibad im Wege? Die Stadtwerke Bamberg würden sich einen Gefallen tun, die Alternative zum Stadionbad zu erhalten, und die Stadtverantwortlichen könnten Pluspunkte sammeln hinsichtlich des bevorstehenden Wahlkampfes im nächsten Jahr.

Stephan Danhauser
Höhenstrasse 34 
96049 Bamberg

 

Die Schließung des Gaustader Bades wäre "ein Verbrechen"

Leserbrief aus dem Fränkischen Tag vom 10. August 2005

Das Gaustadter Freibad ist ein Kulturdenkmal! Eröffnet in den 50er Jahren, war es damals eine noble, vielbestaunte Errungenschaft der Nachkriegszeit. Noch heute ein Lob für die damalige Gaustadter Gemeinde und ihren tüchtigen Bürgermeister.

Die Gebäude und die Schwimmbecken sind im Wesentlichen unverändert und bilden zusammen mit der wunderschönen Umgebung ein einzigartiges Ensemble. Dahinter am Berg erhebt sich majestätisch der Michelsberger Wald als Frischluftbringer. Gleich daneben ist ein kleines Sportstadion und auf der anderen Seite eine Pferdewiese. Geht man ein paar Schritte über Feldwege Richtung Berggebiet und Waldwiese, stehen da ganz nah gegenüber der Michaelsberg und die St. Getreukirche, zu Füßen breitet sich die Stadt. Das Gaustadter Bad ist sehr gepflegt, bietet Liegeflächen für Sonnenanbeter und der herrliche alte Baum lockt mit Schatten. Es gibt weiträumige Spielplätze, also ein Paradies für Familien, Kinder und Jugendliche, ein billiges Ferienvergnügen, gut erreichbar für die näheren Stadtteile. Besuchen sie das Bad auch mal am Morgen oder an bewölkten Tagen, dann erleben sie das Gesamtkunstwerk mit Leib und Seele. Das Bad ist unvergleichlich schön, terrassenförmig angelegt. Von der obersten Etage sieht man nach Norden weit in die beiden Maintäler hinein. Das Wasser ist wie Samt und Seide, bestens sonnenbeheizt, der Omnibus geht buchstäblich bis vor die Tür, der Eintritt ist preiswert. Hier findet man noch zwei Einrichtungen, die im Stadionbad abgeschafft wurden:

1. Ein normales zweites Becken, in dem man stehen kann. Hier können Kinder schwimmen lernen und Spiele machen (siehe "Altgassen-Wasserspezi"). Es eignet sich auch bestens für Wassergymnastik, die bis ins hohe Alter Beweglichkeit und Freude bringt.

2. Es gibt noch ein Ein-Meter und Drei-Meter-Sprungbrett, der höchste Spaß für Kinder und Jugendliche.

Zu all dem Wasservergnügen braucht man keine Geräte wie zur modernen, teueren "Erlebnispädagogik". In Mode sind heute die so genannten "Spaßbäder" mit Badelandschaften, ausgestattet mit Düsen, Wellengang und allerhand Schnickschnack. Man ist hier passiv, braucht nicht schwimmen zu können, auf die Dauer langweilig. Die Zahl der Nichtschwimmer steigt bedrohlich, ein unheilvoller Rückschritt, ein bisschen "Wasser-Pisa". Ich plädiere für Aktiv-sein im Wasser zu schwimmen, zu springen, sich zu bewegen. Etwas Gesünderes gibt es nicht. Gefördert wird die Durchblutung, Entkrampfung, auch die Wiederbeweglichmachung nach Unfällen, bei Krankheiten.

Die Konzentration auf ein Riesen-Mammut-Hallenbad und das dann einzige öffentliche Freibad am Stadion für Bamberg und Umgebung ist nicht gut. Es müsste kleinere Bäder verteilt über die Stadt geben. Die Schließung des Gaustadter Bades wäre ein Verbrechen. Das jetzige zentral gelegene Hallenbad muss bleiben, vor allem, weil die plötzliche, abrupte Schließung des Aufsees-Bades eine unverantwortliche Lücke hinterlassen hat.

Aja Söldner
Lorbersgasse 21
96049 Bamberg