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Leserbrief im Fränkischen Tag vom 21.6.2007 zu Thema:

Sanierung Gaustadter Freibad

Kopfschütteln und Protest 

Nach den letzten kostspieligen, brillanten Reinfällen (Warmuth-Vertrag, Nachbesserung der "chinesischen Mauer" am Kunigundendamm), steht uns Bambergern eine neue Lachnummer in Aussicht: die Sanierung des Gaustadter Bades.

Das gab es noch nie, dass bei der Renovierung eines Freibades mit zwei vorhandenen Becken nur eines erhalten bleibt und das andere für viel Geld mit Holz abgedeckt wird. Kennt denn keiner von den Entscheidungsträgern das beliebte Schwimmbad, und hat keiner den klaren Überblick, was dieser Plan für Folgen hat?

In dem verbleibenden Restbecken werden ältere und junge Schwimmer zusammengezwungen. Die einen möchten in Ruhe ihre Bahnen schwimmen, die anderen wollen plantschen, springen und lebhaft spielen. Trotz aller Regelungen werden ärgerliche Auseinandersetzungen nicht ausbleiben, denn die einen filblen sich belästigt, den anderen fehlt der Badespaß. Ich habe den Eindruck, man will mit der Reduzierung auf ein Becken das Badepublikum vergraulen.

Die Leute schätzen zwar die Nähe des Standortes sehr, aber bei den Aussichten auf ein Bad in der Sardinendose werden sie in die attraktiven Bäder des Umlandes abwandern. Dann könnte man beide Becken mit Holz abdecken, eine ertragreiche Champignonzucht betreiben und vor allem Unterhaltskosten sparen.

Der Vergleich mit Schilda passt nicht mehr, denn in unserem Fall wird wieder Geld vergeudet für eine Minimallösung ohne Zukunftsperspektive, die viel Kopfschütteln und Protest bei den Bürgern erzeugt. Über die Projekte der Schildbürger lacht man noch heute. Uns Bambergern ist aber das Lachen schon lange vergangen, wir wundern uns nur, noch.

Franz Haderlein
Willostraße 12
96049 Bamberg