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"Kein Herz für´s Gaustadter Bad"

SPD hätte sich von CSU wesentlich mehr erwartet

Die Gaustadter SPD wirft der CSU vor, sie habe "kein Herz für das Gaustadter Bad". Anlass für die Kritik war die Weigerung der CSU im Stadtrat, "klipp und klar und ohne jede Einschränkung für den Erhalt des Freibades zu stimmen", so Ortsvereinsvorsitzender Hans Klinker.

Die SPD beanstandete auch, dass die CSU offensichtlich den Neubau eines Hallenbades für "wichtiger hält, als die Sanierung des Gaustadter Freibades". Stadtrat Heinz Kuntke, der ausführlich über die Zukunft der Bamberger Bäder berichtete, bezeichnete die Haltung der SPD als "eindeutig": Für sie sei der geplante Neubau eines Hallenbades "genauso bedeutsam wie die Sanierung des Gaustadter Freibades". Deswegen habe die SPD im Stadtrat "eine glasklare politische Aussage zu Gunsten des Erhalts des Gaustadter Bades gefordert".

Leider habe die CSU "nicht den Mut aufgebracht, ohne jeden Vorbehalt den SPD-Antrag zu unterstützen". Anstatt einen Grundsatzbeschluss mit einem Auftrag für ein Finanzierungskonzept zu fassen, habe die CSU nur den "bloßen Wunsch" zum Ausdruck gebracht, die Sanierung des Gaustadter Bades auf den Weg zu bringen. "Das ist zu wenig, weil viele Familien, der Bürgerverein und vor allem jugendliche Besucher auf ein Signal warten, damit das Bad nicht stirbt", formulierte Stadtrat Klaus Zachert.

Die Gaustadter SPD bekannte sich "voll und ganz" zum vorgestellten Betriebskonzept der Bamberger Bäder. Es sei das erklärte Ziel der SPD, dass neben dem Erhalt des Gaustadter Freibades auch in Bamberg-Ost ein neues Hallenbad entsteht. "Man darf die Stadtteile nicht gegeneinander ausspielen", forderte Lothar Kanzorra. Viele Besucher des Gaustadter Freibades wünschten keine umfangreichen baulichen Veränderungen auf dem Gelände, "sondern sind mit den familienfreundlichen Angeboten sehr zufrieden". Deswegen sei es "vollkommen ausreichend, wenn eine Grundsanierung vorgenommen wird", sagte Annerose Ackermann.

Fraktionsvorsitzender Andreas Starke dankte den Stadtwerken für die "seriöse Vorbereitung der Zahlen, die eine fundierte Diskussion im Stadtrat möglich gemacht hatte". Sollte sich herausstellen, dass die finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichten, müsse bereits im Haushalt 2006 eine Mittelbereitstellung erfolgen, die dauerhaft den Erhalt des Gaustadter Bades garantiere. Starke kündigte an, dass seine Fraktion rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen einen entsprechenden Antrag stellen werde.

 Fränkischer Tag, 02. August 2005