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Gaustadter Bad: Alter Charme ist noch da

29.05.09 Von: Michael Wehner

Wiedereröffnung Das Gaustadter Bad steht seit Freitag völlig erneuert der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Die Besucher finden eine moderne Badelandschaft in idyllisch grüner Umgebung.

Die beiden CSU-Stadträte Pankraz Deuber und Daniela Reinfelder starteten trotz frischer Temperaturen mit einem Kopfsprung ins neue Becken und in die neue Saison. Und es war nicht nur eine optische Demonstration des Wohlbefindens. Die beiden waren sichtlich angetan von dem, was sie im wieder eröffneten Gaustadter Bad vorfanden: Das idyllische Terrain im nordwestlichen Bamberger Stadtteil ist nach dem Ende des zweiten Bauabschnitts ein hoch attraktive Anlage geworden, die mit zeitgemäßen Beckenanlagen glänzt und sich dennoch den Charme des üppig eingewachsenen 60er-Jahre-Bads bewahrt hat.

Blutpflaumen als Ersatz

Freilich kann man im oberen Bereich den dichten Schatten der alten Obstbäume schon etwas vermissen; aber die Stadtwerke haben bei den Nachpflanzungen keine Kosten gescheut und versuchen mit zehn großen Blutpflaumen die Wunden schnell wieder vergessen zu machen.

„Ich bin sichtlich beeindruckt. Das Bad verbindet Tradition und Moderne perfekt“, sagte Bürgermeister Werner Hipelius am Ende eines Rundgangs durch die frisch angesäte Anlage. 2,7 Millionen Euro haben die Stadtwerke in die Sanierung gesteckt und damit die Weichen dafür gestellt, dass das Bad als Ganzes erhalten bleiben kann.

Der größte Vorzug des Gaustadter Bads ist unverändert erhalten geblieben: Das Schwimmerbecken, erreichbar durch so genannte Durchschreitebecken, lockt Freunde des Wassersports durch seine Länge von knapp 50 Metern. Es wurde allerdings mit einer neuen Folie ausgekleidet, die bisherige Überlaufrinne wurde von einem Überlaufsystem ersetzt.

Erneuert sind auch die Sprungtürme und die untere Badebene. Dort teilt sich das verkleinerte Nichtschwimmerbecken nun die Fläche mit einem Planschbecken; dazwischen ragt eine treppenartige Sitz- und Liegefläche auf.

Auf den modernsten Stand haben die Stadtwerke auch die gesamte Technik, vor allem die Wasseraufbereitung gebracht. Sie steckt unauffällig im ehemaligen Kiosk. Bewirtung finden die Badbesucher nach dem Eingang links, dort, wo sich früher die Herrentoilette befand. Dort fällt auch der Blick auf eine große Ente, die von den Autorinnen Barbara Bollerhoff und Petra Ringelmann-Blank in Anlehnung an die dicke Ente Elmar aus einem gleichnamigen Kinderbuch geschaffen wurde.

Projektleiter Christoph Jeromin bedankte sich bei den beteiligten Firmen aus der Region dafür, dass sie zuletzt auch mit Samstagsarbeit die Eröffnung des Bads Ende Mai möglich gemacht hatten. Nach der Sanierung rechnen die Stadtwerke mit sinkendem Unterhalt und darauf, dass der Besucherstrom ins schöne Bade wieder etwas anzieht, nachdem in den letzten Jahren nur rund 30 000 Besucher gezählt wurden und das Defizit 300000 Euro erreichte.

Freier Eintritt für Besucher

Am Freitag Nachmittag nutzten viele Bamberger die Gelegenheit, sich bei freiem Eintritt ein eigenes Bild vom neuen Familienbad zu machen. Dazu hatten Stadtwerke für eine Menge Attraktionen gesorgt. Unter anderem spielte die Martinez Band lockere Pop- und Latin-Rhythmen, es gab Wasserspiele und ein Fußballtraining mit Christoph Starke.