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KIRCHEN IN GAUSTADT

 

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Katholische Pfarrgemeinde St. Josef

Portugiesische Mission

Evang.-lutherische Pfarrgemeinde St. Matthäus

Neuapostolische Pfarrgemeinde

Ukrainisch griechisch-katholische Pfarrgemeinde

Vier Gemeinden, ein Schild

ÖKUMENE   Die konfesionelle Vielfalt im Stadtteil Gaustadt spiehgelt sich künftig auf neuen Gottesdienstafen wider.

(vier_kirchen.jpg; 55 kB)
Bamberg — Mehrere Kirchengemeinden haben sich im Stadtteil Gaustadt zusammen getan, um miteinander für den Besuch ihrer Gottesdienste zu werben — mit Schildern, die an den Ortseingängen die veralteten ersetzen werden.

Künftig sieht man auf einen Blick, dass in Gaustadt in vier Sprachen Gottesdienste gefeiert werden: deutsch, ukrainisch, portugiesisch und russisch. Ebenfalls vier verschiedene Konfessionen treffen dort zusammen: russisch-orthodox, griechisch-katholisch, evangelisch-lutherisch und römisch- katholisch. Sie geben künftig auf einer gemeinsamen Übersicht die Zeiten ihrer Gottesdienste bekannt, die sogar in fünf Kirchen stattfinden: Evangelische Pfarrkirche St. Matthäus, Kapelle im Seniorenzentrum St. Simeon und St. Hanna, ukrainische griechisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer, katholische Pfarrkirche St. Josef und Sebastianikapelle stehen für größere und kleinere Gottesdienste zur Verfügung.

„Genauer hinschauen"

Vor allem die beinahe 200 Jahre alte Sebastianikapelle wird vielseitig genutzt, wie Pfarrer Matthias Wünsche aufzählt: Sie ist die Werktagskirche „seiner" katholischen Pfarrei St. Josef, im Winter feiern dort auch die Portugiesen ihre Gottesdienste, mehrere Jahre lang war sie erster Kirchenraum für die neu gegründete ukrainische griechisch-katholische Gemeinde des byzantinischen Ritus. Vor dem Bau der eigenen Pfarrkirche waren auch die evangelischen Christen in der Kapelle zu Hause, gelegentlich finden dort noch evangelische Trauergottesdienste statt. Und alle zwei Wochen versammeln sich in ihr die russisch-orthodoxen Christen. Sie werden von einem Pfarrer betreut, der jeweils aus Nürnberg anreist.

„Wenn so viele Traditionen, Riten, Informationen und Konfessionen auf einem einzigen Schild vereint sind, ist das etwas unübersichtlich, man muss etwas genauer hinschauen. Aber so unübersichtlich ist ja die konfessionelle Landschaft in Gaustadt und auch weltweit," gibt Wünsche zu bedenken. Namens der Kirchenverwaltung St. Josef, von der auch die Initiative zu den konfessionsübergreifenden Tafeln ausgegangen war, möchte er sie aber auch als ein Dokument verstanden wissen: „Heute betrachten sich die Konfessionen trotz ihrer Vielfalt eher als gegenseitige Ergänzung und Bereicherung. Und damit sind die neuen Schilder mehr als nur informative Hinweis-Zeichen."

Fränkischer Tag, 21. Dezember 2007