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Altenheim St. Josef

Kontaktadresse:

Caritas-Alten- und Pflegeheim
St. Josef
Schwester Telma
Andreas-Hofer-Straße 17
96049 Bamberg

Tel.: 0951 / 96 83 90
Fax: 0951 / 96 83 91 11

www.seniorenzentrum-gaustadt.de

Geschichte des Altenheimes St. Josef

Die Geschichte des Altenheimes St. Josef geht zurück auf das Schützenhaus der Schützengilde Hofer, in dem alte Menschen aus einem Flüchtlingslager Obdach gefunden hatten. Seit 1947 waren hier die aus Frankfurt /Oder als Flüchtlinge gekommenen Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu tätig. Am 29.04.1952 wurde das neue Altenheim St. Josef durch Erzbischof Josef Otto Kolb eingeweiht. Träger war der von den Karmelitinnen getragene "St. Josefs-Altersheim-Verein in Bamberg-Gaustadt. Durch den 1980 durchgeführten Erweiterungsbau wurden verschiedene Verbesserungen erreicht, und zwar ein behindertengerechter, auch für Benutzer von Rollstühlen geeigneter Zugang, ein zweites Treppenhaus mit Aufzug sowie weitere sanitäre Anlagen.

Ende 1997 beendeten die Karmelitinnen ihre Aufgabe in dem Altenheim, dass sie für Tätigkeiten in ordenseigenen Einrichtungen gebraucht wurden. Ihre Aufgaben übernahmen Assisi-Schwestern von Maria Immaculata (Orden des heiligen Franziskus) aus Kerala/Indien, die nach einer Kranken- bzw. Altenpflegeausbildung in Deutschland bereits im Caritas-Alten- und Pflegeheim Schloß Jägersburg in Bammersdorf bei Forchheim tätig gewesen waren.

Die Trägerschaft des Hauses übernahm am 01.01.1996 der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V., der mit diesem Haus eine der vielen Aufgaben der Caritas erfüllt. Träger und Mitarbeiter/-innen wollen diesem Auftrag im Geiste christlicher Nächstenliebe gerecht werden. Ihr Dienst soll dazu beitragen, daß auch die Bewohnerinnen und Bewohner in diesem Geiste sich einander verbunden wissen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Heimleiter und Mitarbeiterinnen sind auf ihre Tätigkeiten durch Ausbildung und Erfahrung vorbereitet, so daß eine qualifizierte Führung, Betreuung, Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung unseres Hauses gewährleistet sind.

Lage

Das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Josef liegt im Nordwesten von Bamberg. Die Gartenanlage hinter dem Haus mit ebenen Wegen und Sitzbänken sowie eine überdachte Terrasse bieten Gelegenheit zum Aufenthalt im Freien, auch für die Bewohner/-innen, denen längere Wege in die Umgebung des Hauses nicht mehr möglich sind.

Größe und Ausstattung der Zimmer

Das Haus hat 59 Einzelzimmer, zwei davon mit Naßzelle. Die Zimmer sind verschieden groß (12 qm bzw. bei Zusammenlegung von zwei Räumen 24 qm, Appartements ca. 20 qm). Wegen der unterschiedlichen Raumgrößen ergeben sich Unterschiede bei den Tagessätzen bzw. Entgelten für die, einzelnen Zimmer. Alle Zimmer sind jeweils mit einem Waschbecken (Kalt- und Warmwasser), mit einem Anschluß für die Gemeinschaftsantenne zum Fernsehempfang und mit einer Notrufanlage ausgestattet. Die Zimmer werden von den Bewohnern mit eigenen Möbeln ausgestattet; die Zimmer im Pflegebereich, die mit Pflegebett und Nachtschränkchen eingerichtet sind, können auch selbst möbliert werden. Auf dem Dachboden können nach Absprache mit der Heimleitung die Sachen abgestellt werden, die Sie in Ihrem Zimmer nicht unterbringen wollen, da sie zum Beispiel nicht immer benötigt werden.

Hausgemeinschaft statt Heim

Caritasverband verwirklicht in Gaustadt ein neues Konzept ‑ Richtfest

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg hat gestern Richtfest an seinem Neubau des Caritas‑Alten- ­und Pflegeheims St. Josef in der Andreas‑Hofer‑Straße 17 gefeiert.

Das Haus, das neben dem bis­herigen Altenheim St. Josef entsteht, ist ein Ersatz‑Bau, der das neue Hausgemeinschafts­konzept verwirklicht: Die Be­wohner leben in überschauba­ren Gemeinschaften von je­weils zehn Personen, deren zehn Appartements ‑ Zimmer mit Diele und Bad ‑ sich um ei­nen Wohnbereich für gemein­same Aktivitäten gruppieren.
In der Wohnküche bereitet die Hausgemeinschaft ihre Mahlzeiten zu und wer möchte, kann sich an der Planung für das Essen, am Kochen und am Geschirrspülen beteiligen. Auch andere alltägliche Ver­richtungen bleiben den Bewohnern überlassen, sofern sie dazu in der Lage sind.
Die Erfordernisse der Pflege ordnen sich den Bedürfnissen der Bewohner unter. Eine Präsenz‑Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber anwesend ­und begleitet und unterstützt ­die Bewohner. Sie ist für die Essenszubereitung, die Wäsche ­sowie ‑ zusammen mit weiteren Fachkräften ‑ für pflegeri­sche Hilfen zuständig. Das Konzept ermöglicht es den Bewohnern, den gewohnten Alltag so gut wie möglich fortzuführen.
Im Neubau werden fünf sol­cher Hausgemeinschaften mit 50 Wohn‑Pflegeplätzen entste­hen. Eine davon wird als beschützende Abteilung für an ­Demenz erkrankte Bewohner eingerichtet. Für Kurzzeitpflege sind vier Plätze in die Gruppen eingestreut.
Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich zusätzlich eine Tagespflegestation mit zehn Plätzen für ältere Menschen, die nur tagsüber Unterstützung und Begleitung benötigen. Au­ßerdem liegen dort Kapelle, Mehrzweckraum und Cafete­ria. Im dritten Stock erhalten die indischen Assisi Sisters of Mary Immaculate, die das Haus leiten, ihre Schwesternklausur.
Der Neubau wurde notwendig, weil das bisherige Haus den heutigen Erfordernissen statio­närer Pflege nicht mehr entsprach. Neben der teilweise schlechten Bausubstanz mach­te die geringe Breite des Hauses den Einbau von Nasszellen un­möglich.
Die Kosten des Neubaus be­tragen 7,6 Millionen Euro. 32 der Pflegeplätze, darunter die zehn Plätze der beschützenden Abteilung, die vier Kurzzeit und die zehn Tagespflegeplätze erhalten öffentliche Förde­rung. Die Stadt Bamberg und der Freistaat Bayern bezuschus­sen die Baukosten mit jeweils 873 000 Euro. Weitere 500 000 Euro kommen vom Deutschen Hilfswerk aus der ARD‑Fern­sehlotterie. Die übrigen Kosten muss der Diözesan‑Caritasver­band selbst aufbringen.
Bei der Richtfeier hat ein Mit­arbeiter der bauausführenden Firma Raab aus Ebensfeld den Richtspruch gesprochen. Für den Träger der Einrichtung er­läuterte Diözesan‑Caritasdirek­tor Bernhard Simon den Gäs­ten das Konzept.

Artikel des Fränkischen Tages, 24. Januar 2004

Weihnachten 2007 im Altenheim

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wohnen in allen Lebensphasen"

PILOTPROJEKT In Gaustadt fand der Baubeginn für senioren- und behindertengerechte Mietwohnungen statt. Die Joseph-Stiuftung realisiert damit ein bayerisches Modellvorhaben.

Bamberg - Mit entsprechenden Fördermitteln ermuntert das Bayerische Staatsministerium des Innern, innovative Konzepte umzusetzen, die selbständiges und selbstbestimmtes „Wohnen in allen Lebensphasen" ermöglichen; also bis zur Pflegestufe 3. Zwölf Bewerbungen wurden landesweit von der Obersten Baubehörde ausgewählt. Das erste dieser Pilotprojekte hat nun offiziell in Bamberg-Gaustadt begonnen.

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In der Andreas-Hofer-Straße neben dem Caritas-Seniorenzentrum St. Josef errichtet das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung 29 barrierefreie Mietwohnungen samt Gemeinschaftsbereich. Hier können sich die Mieter zusammenfinden oder sich mit Gästen von außerhalb treffen. Der Caritasverband für die Stadt Bamberg wird in einem so genannten Stützpunkt die verschiedenen Aktivitäten in Abstimmung mit der örtlichen Pfarrei bzw. mit Vereinen und sonstigen Organisationen koordinieren und professionelle Dienste wie ambulante Pflege und hauswirtschaftliche Hilfen anbieten.

Haupt- und Ehrenamtliche würden Hand in Hand arbeiten, freute sich Stiftungs-Vorstand Reinhard Zingler. Entstehen werde ein Haus, in dem alte bzw. Menschen mit Handicap keine Isolierung erfahren, wo jeder mit Unterstützung rechnen könne und umgekehrt auch bereit sein sollte, den anderen solche zu geben. Kurz: Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale! Dem liege das mit der Caritas entwickelte Modell zugrunde: „In der Heimat wohnen - ein Leben lang!"

Der im Vorstand der Joseph- Stiftung für den technischen Bereich zuständige Architekt Reinhard Zingler bedauerte, dass man zu oft zu spezialisiert denke. Ein Miteinander der Generationen sei hingegen wünschenswert. Deshalb würden jetzt auf dem Grundstück des früheren Gaustadter Altenheims im wörtlichen Sinne anstelle eines solchen eben bezahlbare Mietwohnungen geschaffen, die unter anderem auch geeignet seien für Rollstuhlfahrer.

Die Planung sei in enger Abstimmung mit der Obersten Baubehörde und der Regierung von Oberfranken erfolgt. So kann das Wohnungsunternehmen bei geschätzten Baukosten von 3,6 Millionen Euro mit einem Zuschuss des Freistaats Bayern in Höhe von 888 000 Euro rechnen. Den Bewilligungsbescheid übergab Baudirektor Theodor Bonnet als Vertreter der Regierung anlässlich der Enthüllung der Bautafel.

Ministerialrätin Karin Sandeck aus München dankte für das Engagement und die Aufgeschlossenheit, in Bamberg Neu es zu erproben und dies künftig im Alltag anzuwenden. Das Innenministerium verstehe sich als Impulsgeber für zeitgemäßen Wohnungsbau, der trotz Gebrechlichkeit ein eigenständiges Leben zu Hause zulasse.

Bürgermeister Werner Hipelius lobte die Oberste Baubehörde, indem er die hier tätigen Personen als Vordenker bezeichne- te. Und mit Blick auf das Motto der Joseph-Stiftung meinte er zustimmend: „Innovativ denken. Sozial handeln - So wünschen wir uns das." Diese Anerkennung bezog Reinhard Zingler umgehend auf alle Projektpartner und hob das „gute Zusammenspiel der Kräfte" hervor. Daniela Reinfelder, die Vorsitzende des Bürgerver-

eins Gaustadt, zeigte sich überaus zuversichtlich, dass die künftigen Mieter voll im Ort integriert würden. Reinhard Zingler hatte berichtet, dass einige Wohnungen bereits fest zugesagt seien, unter anderem an eine Alleinerziehende mit einem körperbehinderten Kind und an eine durch einen Unfall querschnittsgelähmte Studentin.

 

 

Fränkischer Tag,18. Dezember 2007